Martin Schulz in Flossenbürg

Vor knapp einer Woche stand er plötzlich wieder im Mittelpunkt: Ex-SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Im Bundestag sorgte er für stehende Ovationen mit seiner Rede zu den neuesten Äußerungen aus der AfD-Fraktion. Aber nicht nur im Plenum auch deutschlandweit stieß Schulz auf enorme Zustimmung. Heute war er zu Gast in Flossenbürg und besuchte die KZ-Gedenkstätte. Ein Besuch, der ihn selbst in seinen Äußerungen zum Rechtsruck in der deutschen Bevölkerung nochmal bestärkte.

Wir leben in einer Zeit, in der die Erinnerungskultur wichtiger denn je sei. Deutschland erlebe derzeit einen lange nicht für möglich gehaltenen Rechtsruck. Gerade vor diesem Hintergrund würden Orte wie die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg im Moment unglaublich an Bedeutung gewinnen.

Die Entwicklungen in der AfD sieht er mehr als besorgniserregend. Er stimme Ministerpräsident Markus Söder zu, dass die AfD sich über den Status einer Protestpartei hinaus entwickelt habe. Die jüngsten Äußerungen von AfD-Fraktionsvorsitzenden Gauland würden ihn an das Ende der Weimarer Republik erinnern. (ac)