Nach Amok-Fahrt vor Gericht

Mit mehr als 2 Promille floh vor einem Jahr ein Landwirt mit seinem Traktor vor der Polizei. Stoppen ließ er sich auch von mehreren Streifenwagen nicht. Im Gegenteil: er wendete sein Fahrzeug, steuerte auf Polizisten zu und rammte Autos. Und das, obwohl die Polizei auf den Traktor schoss.

Nun muss sich der 48-Jährige aus dem Landkreis Schwandorf wegen versuchten Mordes an Polizeibeamten vor dem Amberger Landgericht verantworten. Beim Prozessauftakt sagte er, er habe niemandem schaden wollen. Er könne sich auch nicht mehr an alles erinnern. Heute wurden weitere Zeugen gehört. Betont wurde, dass der Landwirt als Trinker bekannt sei. Auch sein Anwalt sprach von einem Alkoholkranken. Die Polizisten selbst berichteten, sie hätten um ihr Leben gefürchtet, als der Traktor ungebremst auf sie zufuhr.

Die Schüsse auf den Traktor hätten die Amok-Fahrt stoppen sollen. Der Landwirt wurde dabei von einer Kugel am Bein getroffen. Inzwischen wurde er deswegen mehrfach operiert. Die Amok-Fahrt endete schließlich, als ein Streifenwagen gezielt in den Traktor hineinfuhr. Das Urteil wird am 20. April erwartet.

(Videoreporter: Alfred Brönner/eg)