OMNIBUS für mehr Demokratie macht Halt

Die Übersetzung des lateinischen Wortes OMNIBUS ist „Alle“. Omnibus ist aber bekanntermaßen auch ein Fahrzeug des öffentlichen Personennahverkehrs.

Beide Begriffe vereint der Omnibus für direkte Demokratie, der zur Zeit vor dem Rathaus in Amberg steht. Eine parteilose Bürgerinitiative tourt damit seit fünfzehn Jahren durch Deutschland, um einen Gesetzesentwurf für eine bundesweite Volksabstimmung vorzustellen. Dieser sieht vor, dass die Bevölkerung Gesetzesentwürfe durch eine Unterschriftensammlung forcieren kann. Bei mehr als 1,5 Millionen Unterschriften dürften dann alle Bundesbürger selbst über politische Änderungen entscheiden, nicht mehr der Bundestag. Gefahren wird der Bus von dem Künstler Werner Küppers, der Spenden und Unterschriften für den Gesetzesentwurf sammelt. Der Bus sei ein Symbol für die Grundidee hinter der direkten Demokratie: „Für alle, durch alle und mit allen“. Er appellierte an die Passanten, mehr Mut aufzubringen und die Stimme zu erheben. Denn sie sei ein gewaltloses Mittel der Mitbestimmung.

Amberg ist in diesem Jahr der ideale Standort für den OMNIBUS. Denn hier ist derzeit die Ausstellung „Beuys, Beuys, Beuys“ zu sehen. Und der Bus und die Volksabstimmung seien die Realisierung des erweiterten Kunstbegriffs von Joseph Beuys, sagen die Initiatoren. Der besagt, dass jeder Mensch durch kreatives Handeln zum Wohle der Gesellschaft beitragen könne.

(VR: Alfred Brönner/eg)