PKW-Maut spaltet Bevölkerung

In Österreich gibt es sie, in Tschechien auch! Auch in Deutschland – wenn hier bei uns auch bislang nur für LKW. Gemeint ist die Maut. Die soll es ab dem kommenden Jahr auch für PKW geben. Die Gebühr, die dann für die Benutzung von Autobahnen und Bundesstraßen fällig wird, spaltet derzeit die Bevölkerung – und das obwohl sie vom Bundestag eigentlich schon längst beschlossen ist. Der Streit ist vor allem um den Sinn und die Umsetzung entbrannt.

Maximal 130 Euro soll die PKW-Maut kosten. Wie teuer sie dann für den einzelnen Autofahrer wird, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Treibstoffart (Diesel oder Benzin), von der Größe des Hubraums und der Schadstoffklasse des PKW. Für deutsche Autofahrer soll es eine Jahresvignette geben, die dann mit der KFZ-Steuer verrechnet wird. Bei besonders schadstoffarmen Autos kann dies bedeuten, dass die Autofahrer am Ende sogar noch etwas herausbekämen. Problem dabei ist allerdings, dass moderne, schadstoffarme PKW teuer sind. Finanziell schwächer gestellte könnten die Verlierer der Maut werden.

Auch im europäischen Ausland gibt es Widerstand gegen die geplante Maut. So haben die Niederlande und Tschechien bereits Klagen angekündigt.

Die deutschen Pläne für eine PKW-Maut spalten – nicht nur die EU, sondern auch die deutsche Politik sowie die Bevölkerung. (kh)