Rosige Aussichten für Sulzbach-Rosenberg?

Seit der Insolvenz der Kaufhauskette Storg im Jahr 2000 stehen die gut 4.000 Quadratmeter Nutzfläche im Zentrum von Sulzbach-Rosenberg leer. Ein Investor fand sich all die Jahre nicht und jetzt – 16 Jahre später – hat die Stadt das Gebäude erworben. Für die Versteigerung der Immobilie wurde das Mindestgebot von 750 Euro festgesetzt. Zu welchem Preis die Stadt das Gebäude letztendlich gekauft hat, darüber wollte Bürgermeister Michael Göth keine Angaben machen. Es sei aber ein strategischer Erwerb gewesen, um die Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen und zu beeinflussen.

Drei Möglichkeiten zieht die Stadt in Betracht: Eine Entwicklung des Gebäudes zusammen mit dem Liliencenter, eine solitäre Entwicklung mit eventueller Mischnutzung des Gebäudes oder aber auch ein Rückbau. Die Stadt will sich der Immobilie und ihrer Entwicklung 2016 verstärkt widmen. Und sie hat sich noch ein anderes Projekt vorgenommen. Es gibt Überlegungen, die Historische Druckerei J. E. von Seidel zu kaufen. Der Erbe, der sich jahrelang um das Anwesen gekümmert hat, möchte die Druckerei verkaufen.

Die Stadt lässt derzeit ein Immobilienwertgutachten erstellen, mit dessen Ergebnisse sie in ein Gespräch mit dem Eigentümer treten möchte. Wenn die Grundlagenermittlung abgeschlossen ist, soll der Stadtrat ein Nutzungskonzept entwickeln. Das wiederum soll dann einen möglichen Ankauf untermauern. (ab)