Sechs Jahre Gefängnis wegen Totschlags

„Armes Deutschland“. Der Aufschrei auf Facebook heute war groß. Nur sechs Jahre Gefängnis für ein getötetes Baby? Der Prozess gegen die 21-jährige Mutter, der vorgeworfen wird, ihr Neugeborenes erstickt und im Müll entsorgt zu haben, hat in Weiden großes Aufsehen erregt. Heute fiel das Urteil. Und das dürfe nicht moralisch gefällt werden, mahnte der Oberstaatsanwalt. Die Tat müsse ausschließlich strafrechtlich beurteilt werden. Und danach geht es nicht darum, WAS passiert ist, sondern WELCHE SCHULD die Täterin dabei auf sich geladen hat. Das ist für Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen. Doch Staatsanwaltschaft und Gericht sind sich einig: Es war kein Mord im Sinne des Gesetzbuches. (gb)