Unter unmenschlichen Bedingungen nach Deutschland geschleust

Das Versteck war 3,3 Meter lang, 1,2 Meter breit und nur maximal 37 Zentimeter tief. Über 50 Menschen wurden so unter der Ladefläche eines Kleinlastwagens nach Deutschland und Österreich geschleust.

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Deswegen müssen sich seit heute zwei Männer vor dem Landgericht in Weiden verantworten. Die Anklage lautet auf gewerbs- und bandenmäßiges einschleusen von Ausländern. Die Geschleusten bekamen weder etwas zu Essen noch zu Trinken. Ein Aussteigen war ihnen auf der 16-22-stündigen Fahrt nicht erlaubt. Unter ihnen befanden sich auch ein 4 und ein 10 Jahre altes Kind. Bei den Geschleusten handelt es sich um Menschen aus dem Iran, Irak und Syrien. Für die Fahrt nach Deutschland zahlten sie bis zu 10.000 Euro. Wovon die beiden Angeklagten profitiert haben sollen.

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Für den Prozess sind insgesamt zehn Verhandlungstage angedacht.
(ms/ Videoreporter: Gustl Beer)