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Mitterteich: Eine Region will zum Zug kommen

„Zukunftschancen durch Sicherheit der Infrastruktur“ – das Motto einer gemeinsamen Verbandsversammlung der Regionalen Planungsverbände Oberpfalz-Nord und Oberfranken-Ost in Mitterteich. Hauptredner Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Bundesminister, betonte dabei: Eine Region könne ohne wettbewerbsfähige Infrastruktur in der Zukunft nicht punkten, denn Mobilität sei ein Grundbedürfnis aller Menschen.

129 Kommunen seien laut Verbandsvorsitzendem Andreas Meier Mitglied im Regionalen Planungsverband Oberpfalz-Nord. Damit gerade ländliche Kommunen nicht hinterherhinken, bräuchten diese laut Dr. Hans-Peter Friedrich mehr Indikatoren zur Attraktivitätssteigerung. Ein zentrales Thema sei hier eben Mobilität. Was den Bereich Straßenverkehr betrifft, sei die Oberpfalz gut aufgestellt. So müsste der Verkehr in Zukunft so gebündelt werden, um sie über leistungsfähige Strecken abzuwickeln.

Der Schienenverkehr sei deutlich brisanter, Stichwort: Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg. Erhöhte Lärmschutzmaßnahmen seien hier nötig. Zwar gebe es ein Gesetz, das besagt: Bis 2020 soll es keine alten Güterwägen mehr auf deutschen Schienen geben. Trotzdem erhöhe sich der Lärm, denn durch die neue Antriebsart, die Elektrifizierung, ändere sich die Frequenz, sprich es werden mehr Züge werden.

Und auch eine bessere Anbindung des Personenverkehrs soll vorangetrieben werden. Insbesondere an den Flughafen München, ansonsten sei das hohe industrielle Niveau nicht haltbar, so Friedrich.

Die Nordostbayern-Resolution, die bei der Verbandsversammlung einstimmig verabschiedet wurde, sei in wirksames Mittel, um diese Themen voranzutreiben. Im Herbst dieses Jahres soll ein Gutachten externen Experten dann zeigen, wie diese Anliegen besser vorangebracht werden können und helfen mehr Fördergelder von Seiten der Regierung bewilligt zu bekommen. (sd)