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München/Oberpfalz: Neues Kabinett unter Söder vorgestellt

Im Vorfeld wurde zwar viel spekuliert, doch bis zu Letzt blieb sie geheim: die Ministerriege unter dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder. Heute Mittag nun hat er sein Kabinett vorgestellt.

Einen Ministerposten gewinnt die Oberpfalz, einen verliert sie. Der frühere Heimatstaatssekretär Albert Füracker ist nun Heimat- und Finanzminister. Der gebürtige Neumarkter folgt damit auf Markus Söder selbst. Nicht mehr im Kabinett ist Emilia Müller. Die langjährige Sozialministerin hatte schon im Vorfeld angekündigt, keinen Posten mehr besetzen zu wollen. Die 66-Jährige sagte dazu, sie wolle den Jüngeren den Vortritt lassen und außerdem mehr Zeit für die Familie haben.

Ebenso scheidet Landwirtschaftsminister Helmut Brunner aus. Ilse Aigner übernimmt ein neu entwickeltes Ressort: Das Ministerium für Wohnen und Bauen und Verkehr. Überraschend scheiden auch Ludwig Spaenle als Kultusminister und Ulrike Scharf als Umweltministerin aus.

Die Neustädter Abgeordnete Annette Karl kommentiert die Kabinettsneubildung wie folgt:

“ Das neue Kabinett ist eine verpasste Chance für gleichwertige Lebensbedingungen. Ministerpräsident Söder hat die größten Schwachstellen im alten Kabinett entlassen, aber jede Chance verpasst Aufbruch oder Zukunftsgewandtheit zu signalisieren. Nordbayern ist im Kabinett weiter geschwächt, Oberfranken nur mit einer Ministerin vertreten und die Oberpfalz nur noch mit einem Minister, kein Staatssekretär mehr. Die Nordoberpfälzer CSU hat es augenscheinlich nicht im Kreuz, unserer Region eine angemessene Stimme im Kabinett zu verschaffen. Gleichwertige Lebensbedingungen bedeuten auch angemessene Vertretung aller Regionen im Kabinett. Für mich ist dies sehr bedauerlich, ist aber Ansporn auch weiterhin mit aller Kraft unsere Nordoberpfälzer Interessen im Landtag zu vertreten.“