Neuhaus: Ein sehr privater Willy Michl

Ein Konzerterlebnis der ganz besonderen Art! Über 100 Besucher erlebten gestern Nacht am Schafferhof in Neuhaus einen sehr privaten Willy Michl. Der „Isar-Indianer“ schaffte es auch nach vier Jahrzehnten Bühnenerfahrung sein treues Publikum zu überraschen.

Den Zuhörern, darunter acht OTV-Zuschauer, die die Tickets in einer Verlosung gewonnen hatten, gewährte der Blues-Barde sehr persönliche, fast intime Einblicke in sein Seelenleben und er führte sie als „Traumwanderer“ auch musikalisch auf ungewöhnliche Pfade – mit überraschend vielen (zurechtgefeilten) Fremdsongs.
Seine Botschaft aber ist gleich geblieben: „Freigeist und Freiheit sind die unabdingbaren Wesen eines Volkes – alles was Du brauchst, ist Liebe!“ Gegenseitiger Respekt und Toleranz seien die Grundvoraussetzungen für Friede, Freiheit und Harmonie in der Welt.

Fast drei Stunden lang blickten die Gäste im Schafferhof-Stodl gebannt auf die Bühne, wippten mit, hüpften mit, sangen mit, dachten mit.
Ein selbst für Willy Michl außergewöhnliches Konzert. Ein nachdenkliches Konzert – wie immer, klar – aber dieses Mal lag die Betonung auf Gefühl und Betroffenheit, deutlich ruhiger als sonst, und erstmals hat Willy Michl sein Alter angesprochen – was er sonst stets strikt verweigert hatte – geboren im Sommer 1950! Mit deutlichem Blick auf das Ende…
Altersweisheit eines Indianers? Wie auch immer: Willy Michl ist zeitlos und in Höchstform, das durften seine Brüder und Schwestern gestern im Schafferhof gänsehautnah spüren.

(gb)