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Neuhaus: Warum entfällt Kommunbrautag?

Zig Tausende Besucher haben im vergangenen Jahr beim Kommunbrautag in Neuhaus gefeiert. Dies sei hart an der Schmerzgrenze gewesen, so einer der sieben Zoiglwirte. Denn für die Zoiglwirte bedeutet eine steigende Besucherzahl auch mehr Arbeit und Verantwortung. Deshalb haben sich die Wirte für einen drastischen Schritt entschieden. Der Kommunbrautag am 3. Oktober entfällt dieses Jahr.

Trotz einiger Bedenken seien sich die Zoiglwirte innerhalb nur 15 Minuten einig gewesen. Bereits bei der Nachbesprechung des Zoigltages im vergangenen Jahr hatten zwei der insgesamt sieben Zoiglwirte angekündigt, im Jahr 2017 nicht mehr mit dabei zu sein. Grund dafür waren unter anderem gesundheitliche Probleme. Die anderen fünf Zoiglwirte könnten die Veranstaltung nicht alleine stemmen, meint Thomas Witt, Zoiglwirt das „Bahler“. Ähnlich sieht das auch Reinhard Fütterer, der „Schafferhof“-Wirt. Bereits letztes Jahr wurde eine Schmerzgrenze erreicht. Die zusätzlichen Gäste aufzufangen, die von den beiden wegfallenden Zoiglstuben bewirtet wurden, sei nicht möglich.

Hinzu kommt für die Zoiglwirte die enorme Verantwortung beim Kommunbrautag. Denn was vor zehn Jahren klein begonnen hat, zieht mittlerweile tausende Besucher, teils sogar aus dem Ausland, an. Somit wird das Zoigltreffen als Großveranstaltung eingestuft. Dies bedeutet für die Veranstalter viele Auflagen und große Verantwortung.

Der Großteil der Zoiglwirte zeigt sich erleichtert über die beschlossene Pause. Nur der „Schoilmichl“ Wirt Manfred Punzmann, der älteste unter den Zoiglwirten, hätte gerne weiter gemacht. Er hätte sich aber der Mehrheit gebeugt, sagt er im Interview.

Wie es in den nächsten Jahren weiter geht, wollen sich die Neuhauser Zoiglwirte offen halten. Schon viele Ideen für neue Konzepte seien an sie herangetragen worden. Ob daraus etwas wird, werde man sehen. Wenn dann aber erst in vier, fünf Jahren, stellt der „Teicher“-Wirt Jürgen Punzmann klar. (ms)