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Neukirchen: Neukirchen steht auf Gold-Ocker

Neukirchen steht auf Gold – das sagte Ortsheimatpfleger Walter Schraml jüngst bei unserem Drehtermin. Er meinte damit nicht echtes Gold – sondern goldfarbenen Ocker. Und auch Ocker war in der Vergangenheit richtig wertvoll. In der Region um Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg lies sich dieser Bodenschatz finden und wurde abgebaut – ehe Anfang der siebziger Jahre die Ära des Ocker-Bergbaus ein Ende fand. Die Erinnerungen an den Farberdeabbau, der mit dem Bau der Osbbahn begann, sind in der Gemeinde noch allgegenwärtig. Denn der Ocker war für die Region sehr bedeutsam. Er diente als Broterwerb für ganze Familien.

Der „Farbmühlweg“ – ein Straßenname – erinnert beispielsweise noch heute an die jahrzehntelange Arbeit im Ockerbergbau. Auch ein Gebäude, in dem früher Farbe produziert wurde, steht noch. Doch auch ansonsten werden die Erinnerungen an den Farberdeabbau in der Gemeinde noch wach gehalten. So gibt es beispielsweise auch einen nachgebauten Schaugraben, sowie auch eine Ausstellung im kleinen Heimatmusem.

Der Schaugraben ist jederzeit zugänglich. Die Ausstellung im kleinen Heimatmuseumf ist nach Absprache geöffnet. In dem Gebäude gegenüber des Bahnhofs lebte früher übrigens eine Familie, die mit dem Ocker-Bergbau beschäftigt war.
(nh)