Oberpfalz TV

Neunburg vorm Wald: Kater Hugo mit Luftgewehr angeschossen

Es ist ein schrecklicher Fall von Tierquälerei! Anfang vergangener Woche wurde Hugo, ein grau-weißer Kater, in Neunburg vorm Wald mit einem Luftgewehr angeschossen. Röntgenaufnahmen zeigten, dass sich ca. 5 bis 6 Zentimeter (!) im Muskelgewebe ein 4,5 mm durchmessendes Luftdruckgeschoss befand. Aufgrund der außergewöhnlichen Tiefe des Geschosses ist davon auszugehen, dass vermutlich aus nächster Nähe auf das arme Tier geschossen wurde. Die Besitzerin entdeckte ihren Kater, der eine kleine, aber blutende Wunde im Beckenbereich des linken Hinterbeines hatte.

Ein Tierarzt entfernte das Projektil, was über eine Stunde lang unter Vollnarkose dauerte. Für Hugo stellte das neben dem tagelangen Schmerz noch eine weitere Strapaze dar. Es wird nun noch bis zu 10 Tage dauern, bis die Fäden gezogen werden können. Wenn „Hugo“ Glück hat, kommt er wenigstens ohne bleibende körperliche Schäden davon. Angesichts des tiefen Eindringens des Projektils hätte der Treffer an anderer Stelle sogar den unmittelbaren Tod bedeuten können.

Aufgrund eines Hinweises wurde noch am 12.05.2018 von der Polizei in der Nachbarschaft ein Haushalt überprüft, in dessen Garten in den vergangenen Tagen intensiv mit Luftgewehren geschossen wurde. Der Verantwortliche gab natürlich an, keine fremde Katze gesehen und auch nicht absichtlich auf eine geschossen zu haben.

Die Polizei in Neunburg vorm Wald bittet nun dringend die Bevölkerung um Hinweise und Mitteilung von Beobachtungen, die zur Klärung dieses Vergehens nach dem Tierschutzgesetz beitragen können (Telefon 09672/9202-0). „Hugos“ Streifrevier ist sehr begrenzt und hat seinen Schwerpunkt in den Straßen Am Spieglerberg und Am Sonnenschein. (sd)