Neusath-Perschen: Oberpfälzer Freilandmuseum wird Umweltstation

Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen ist seit heute „Staatlich anerkannte Umweltstation“. Dem entsprechenden Antrag hat das Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zugestimmt. Damit verbunden ist eine Förderung von maximal 70%, aber höchstens 50.000 Euro. Das Freilandmuseum zählt seit heute zu einer von insgesamt acht Umweltstationen in der Oberpfalz und über 50 in Bayern.

Der Bezirk Oberpfalz ist damit der erste Bezirk in Bayern mit eigener Umweltstation, denn er ist der Träger des Museums. Bezirkstagspräsident Franz Löffler hat das Konzept der Umweltstation heute vorgestellt.

Dem Oberpfälzer Freilandmuseum liege die Umweltbildung von Anfang an am Herzen. Das Bildungsziel sei die Umweltgeschichte der vergangenen 200 Jahre sowie der nachhaltige Umgang mit Ressourcen der Natur. Dies stimme mit der Definition einer Umweltstation überein. Darunter ist eine außerschulische Bildungseinrichtung rund um das Thema „Umwelt“ zu verstehen. Ziel sei dabei das Umweltbewusstsein und die Handlungskompetenzen zu erweitern.

Voraussetzung zur Anerkennung als Umweltstation waren zwei geförderte Projekte. Das Freilandmuseum überzeugte einerseits mit dem „Mustergarten in Neusath“. Eine sechste Klasse aus Pfreimd hat ein Jahr lang einen extra angelegten Garten betreut. Die Schüler lernten, alte Sorten zu nutzen und gesunde Ernährung kennen. Zudem sollten sie an Selbstversorgungswirtschaft herangeführt werden.

Das zweite eingereichte Projekt trägt den Namen „Multiplikatorenausbildung“. Dafür werden die Erfahrungen aus dem Projekt Mustergarten bayernweit an Umweltpädagogen weitergegeben.

Die Förderrichtlinien des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz verlangen, dass ein einer Umweltstation ein wissenschaftlicher Vollzeitmitarbeiter beschäftigt ist. Rund die Hälfte der Aufgaben wird Bauhofleiter Christian Wundsam übernehmen. Denn er ist Diplom-Umweltwissenschaftler. (ms)