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Neustadt/WN: Kompaktmasten für den Ostbayernring?

Der Ostbayernring, die Stromtrasse von Redwitz in Oberfranken über Etzenricht bis Schwandorf, soll auf zwei 380-kV-Systeme ausgebaut werden. Der Ersatzneubau soll weitestgehend an der bestehenden Trasse verlaufen. Der Bayerische Bauernverband hat jetzt zu einer Informationsveranstaltung nach Neustadt an der Waldnaab eingeladen. Dabei wurden vom Bundesverband Kompaktleitung kleinere, sogenannte Kompaktmasten als Alternative für große Stromgittermasten vorgestellt.
Technisch und wirtschaftlich würden diese die selben Voraussetzungen wie die Stromgittermasten aufweisen. Sie seien umweltverträglicher, schmäler und würden somit Nutzflächen sparen. Denn mit den Kompaktleitungen werde statt 64 Quadratmetern am Boden nur eine Fläche von 3,14 Quadratmetern pro Mast benötigt. Ein wichtiger Vorteil für die Landwirte sei die 19 Meter schmälere Trassenbreite, die für die Kompaktmasten benötigt wird. Dies würde bedeuten, dass pro Leitungskilometer 1,68 Fußballfelder Wald weniger eingeschlagen werden müsste. Bei den Landwirten stieß dies auf offene Ohren, sie wollen sich für Kompaktmasten als Alternative stark machen.
Laut dem Bundesverband Kompaktleitung sind im gesamten europäischen Ausland bereits Kompaktmasten im Hochspannungsbereich gang und gäbe. Klaus Denzinger zeigte sich optimistisch, dass diese auch bald in Deutschland verbaut würden.(ab)