Neustadt/WN: Architektur als lebendiges Geschichtsbuch

Raumeindruck, Stimmigkeit von Materialien und Funktionsfähigkeit – das sind nur einige der Kriterien, die ein qualitätvolles Bauwerk laut dem Bund Deutscher Architekten mit sich bringen sollte. Bauwerke, die diesen hohen Standard erfüllen, erhalten den Regionalpreis. Dieser ist bereits zum fünften Mal für die Region Niederbayern/Oberpfalz verliehen worden.

Einer der Preisträger ist die Natursteinscheune aus dem 19. Jahrhundert in Kemnath im Landkreis Tirschenreuth. Die Scheune verbindet moderne Architektur mit der alten Baukonstruktion. 2018 erhielt die Scheune den Regionalpreis. Bei der Jury überzeugte sie, weil bei ihrer Sanierung die Identität und die Struktur des Bauwerks bewahrt wurde. Trotzdem aber Anforderungen der Gegenwart wie Barrierefreiheit miteinbezogen wurde.

Auch das ehemalige Kapuzinerkloster in Neumarkt erhielt ein zweites Leben. Dieses stand vor der Sanierung kurz vor dem Verfall. Für das Ergebnis der Sanierung gab es auch den Regionalpreis vom Bund Deutscher Architekten.

Weitere Preisträger sind jetzt in einer Wanderausstellung im Landratsamt Neustadt an der Waldnaab zu sehen. Insgesamt sind 12 Bauwerke aus der Oberpfalz und Niederbayern geehrt worden. Die Auszeichnung wird nur alle drei Jahre verliehen.(sh)