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Nördl. Oberpfalz: Oberpfalz bleibt sicher

Die Anzahl der Kriminalfälle in der Oberpfalz ist zum Teil konstant geblieben, in manchen Bereichen aber auch stark zurückgegangen. Ganz im Gegenteil zu der Anzahl der Straftaten im restlichen Bayerns. Denn dort sind sie im Schnitt um 3,3 % gestiegen.

Nahezu unverändert sei die Anzahl der Straftaten. Die liege ohne die Verstößte gegen das Aufenhaltsrecht bei 45.281. Das seien zwar 12 mehr als im Vorjahr, aber durch den leichten Anstieg der Bevölkerungszahl prozentual gesehen nicht mehr.

Die Aufklärungsquote ist auf einem konstant hohen Niveau in der Oberpfalz. Sie liegt bei 65,9 Prozent und damit zwei Prozentpunkte über dem bayerischen Durchschnitt.

Ein drastischer Anstieg ist allerdings bei den Wohnungseinbrüchen zu verzeichnen. Hier wurden im Jahr 2016 630 gemeldet. Das sind 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der höchste Wert im statistischen Langzeitvergleich. Allerdings erklärt die Polizei, dass die Anzahl der angezeigten Wohnungseinbrüche nur bei 505 Fällen lag. Mehr als 200 weniger als im Vorjahr.

Diese unterschiedlichen Werte würden sich daraus ergeben, dass bei den 630 Fällen vom Jahr 2016 noch Fälle aus dem Jahr 2015 mit einberechnet worden seien. Die Erfassung solcher Fälle erfolge meist, wenn die polizeiliche Ermittlung abgeschlossen sei. Insofern sei die Zahl der Wohnungseinbrüche nicht derart drastisch angestiegen, wie es zunächst erscheine, sagte Polizeipräsident Gerold Mahlmeister.

Doch bei der Gewaltkriminalität und bei der Betäubungsmittelkriminalität sei man auf einem Rekordhoch. Die Zahl der Drogentoten liegt bei 31. Der höchste Stand der vergangenen Jahre. Die Aufklärungsquote hingegen liegt dort bei über 95 %. Die Anzahl der Gewaltdelikte stieg um 9,5 %.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei Fahrraddiebstählen und Straßenkriminalität. Denn beides sei stark zurückgegangen. Die Straßenkriminalität liege sogar bei einem Rekordtief von rund 7600. 5,9 Prozent weniger als im Vorjahr. (eg)