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Nürnberg/Oberpfalz: Laubbläser machen zu viel Wind

Alljährlich im Herbst kommen sie aus ihren Sommerbehausungen. Nützlich sind sie. Aber auch ziemlich laut: Laubbläser. Das Landgericht in Nürnberg-Fürth hat jetzt entschieden: Laubbläser dürfen nicht zu viel Wind machen. Grund dafür: Eine Frau verlor im Herbst 2015 die Kontrolle über ihr Auto. Sie fuhr deswegen mit ihrem Fahrzeug auf ein parkendes Auto auf. Als Grund gab sie an, Mitarbeiter der Stadt Fürth hätten auf dem Gehweg mit Laubbläsern eine Laubwolke vor ihr Auto geblasen. Sie sei so erschrocken, dass sie das Lenkrad verrissen habe. Deshalb verlangte sie von der Stadt einen Schadensersatz in Höhe von 4364,63 Euro.

Diese Klage wies das Landgericht Nürnberg-Fürth zwar zurück. Es könne nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass tatsächlich das Laub der Grund für den Unfall gewesen sei. Aber das Landgericht entschied auch: Wer mit einem Laubbläser arbeitet, muss Sicherungsmaßnahmen ergreifen, um andere nicht zu gefährden. So hätte man in diesem Fall Warnschilder oder Hinweise auf die Laubarbeiten aufstellen müssen. Außerdem sei ein Sicherheitsabstand einzuhalten. (eg)