Oberpfalz: 12,1 Millionen Euro für Oberpfälzer Gemeinden – Neues Förderprogramm „Lebendige Zentren“

12,1 Millionen Euro kommen Oberpfälzer Gemeinden durch neues Förderprogramm zugute. Das neue Programm „Lebendige Zentren“, ausgehend von der Bund-Länder-Städtebauförderung, dient der Wiederbelebung und Stärkung der Stadtzentren. Insgesamt werden im Jahr 2020 mehr als 200 Gemeinden in Bayern mit einer Investition von beinahe 80 Millionen Euro unterstützt. Darunter laut offizieller Veröffentlichung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr auch 28 in der Oberpfalz.

Das Förderprogramm bietet finanzielle Unterstützung zur Anpassung, Stärkung und Revitalisierung bayerischer Stadtzentren und Ortskerne. Das Ziel hiervon ist, unter anderem strukturelle Herausforderungen zu bewältigen. Das Programm soll es laut Bundesinnenminister Horst Seehofer den Gemeinden leichter machen, Projekte, die den Zentren zugutekommen, zu verwirklichen.

Pfreimd stattet das Haas-Haus mit Außenbereich aus
In der folgenden Tabelle sind die ausgewählten Gemeinden der Region zu sehen. Ebenso der Betrag an Fördergeldern, den sie erhalten, und der Bereich, in den investiert wird. So gibt es in Pfreimd beispielsweise bereits Pläne, mithilfe der Förderung das Areal des Haas-Hauses mit einem Freibereich auszustatten. Hierbei wird nach Angaben des Bürgermeisters Richard Tischler zunächst die Kurve der Leuchtenberger Straße und Hirtenstraße ertüchtigt. So soll es vor allem großen Fahrzeugen möglich werden, abzubiegen, ohne den Gegenverkehr zu schneiden. Sobald diese Pläne umgesetzt werden, so Tischler, stehe es der Stadt zu, die restliche Fläche frei zu gestalten.

 

Fördergelder (in Tsd. €)

Gemeinde

2940

Tirschenreuth

Altstadtbereich

2430

Fuchsmühl

Ortskern

720

Brand

Steinwaldallianz

600

Amberg

Altstadt

420

Neualbenreuth

Ortskern

360

Pfreimd

Altstadt

330

Kümmersbruck

Ortskern

330

Sulzbach-Rosenberg

Altstadt Sulzbach

320

Trabitz

Ortskern

300

Burglengenfeld

Altstadt

300

Nabburg

Altstadt

240

Neustadt am Kulm

Altstadt

60

Neunburg vorm Wald

Altstadt

60

Nittenau

Altstadt

60

Pleystein

Stadtkern

60

Pressath

Stadtkern

 

Besseres Stadtklima mit naturnahen Flächen
Neben Sanierungen wird auch die Anlage naturnaher Flächen innerhalb der Städte unterstützt. So sollen Ortszentren zu identitätsstiftenden Räumen werden. Diese sollen nicht nur die Lebens- und Wohnqualität steigern, sondern auch für ein besseres Stadtklima sorgen. Bauministerin Kerstin Schreyer äußert sich in diesem Zusammenhang:

Neben Maßnahmen zur Sicherung der Versorgungsstruktur tragen die Sanierung und Nutzung stadtbildprägender sowie denkmalgeschützter Gebäude als Identifikationsorte wesentlich zum Erfolg einer nachhaltigen Entwicklung der Zentren bei.

Kerstin Schreyer, Bayerische Bauministerin

Fokus liegt auf dem Klimaschutz
„Lebendige Zentren“ ist ein Teil der großen Reform der Städtebauförderung. Hierbei wurde die vorherige Struktur nun zu drei neuen Programmen umgewandelt: „Sozialer Wandel“, „Lebendige Zentren“ und „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“. Diese Umstrukturierung soll helfen zu entbürokratisieren und zu flexibilisieren. Dadurch werde Städtebauförderung einfach und verständlicher, so Bauministerin Kerstin Schreyer. Zudem wird ein großer Fokus auf den Klimaschutz gesetzt. Dieser wird eine Voraussetzung für die Förderung. So ist es laut Seehofer künftig nicht mehr möglich, Städtebauförderung ohne Klimaschutz zu bekommen.

(vt)