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Oberpfalz: Afrikanische Schweinepest bedroht Landwirte

Die afrikanische Schweinepest bedroht europäische Schweinehalter. Das Hauptverbreitungsgebiet sind eigentlich die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Aber inzwischen wurden unter anderem in Polen, der Ukraine und in Tschechien Fälle gemeldet werden.

Die Schweinepest ist eine Viruserkrankung, die unspezifische Erkrankungssymptome bei den Schweinen verursacht. Vor allem Wildschweine sind davon betroffen. Sie bekommen Fieber, Durchfall, Atemprobleme und Blutungen. Meist sterben die Tiere innerhalb einer Woche daran. In Tschechien wurden bis zum 19.12.2017 188 Wildschweine gezählt, die an der afrikanischen Schweinepest leiden.

In Deutschland ist die Furcht nun groß, dass sich die Schweinepest auch hier ausbreitet. Wildschweine bringen die Krankheit auch über die Grenzen. Allerdings auch Menschen. Sie können Lebensmittel mit Schweinepest nach Deutschland bringen – ohne es zu merken. Denn die können sich nicht mit Schweinepest infizieren, selbst bei infizierten Lebensmitteln nicht.

Wenn Wildschweine oder andere Tiere die weggeworfenen Lebensmittel essen, so können sie die Schweinepest weiter verbreiten.

In der Oberpfalz haben die Schweinehalter bereits Empfehlungen von den Veterinärämtern bekommen. Sie empfehlen Hygieneschleusen und keine hoffremden Menschen in den Stallungen. Dennoch sind die Bauern hier verunsichtert. Ob und welche Tiere bei einer Infektion gekeult werden müssen ist ebenso unklar wie die Frage, was mit Schweinen in einem potentiellen Sperrbezirk passieren soll.

Die Erzeugergemeinschaft Schlachtvieh in der Oberpfalz rechnet bei einem Ausbruch der afrikanischen Schweinepest mit einem großen wirtschaftlichen Schaden. Aber auch das Image der Schweinebauern könnte leiden. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Pest den Tod über die Schweine bringt. (eg)