Oberpfalz: Der Tourismus boomt – aber nicht überall

Der Bayerntourismus eilt von Rekord zu Rekord. Darüber freute sich Bayerns Wirtschafts- und Toursmusminister Hubert Aiwanger bei der Vorstellung der Tourismusbilanz für 2018. Demnach gab es 98,7 Millionen Übernachtungen in Bayern – ein Plus von 4,6 Prozent. Und auch die Zahl der Gästeankünften stieg um 4,9 Prozent auf 39,1 Millionen. Doch dieser positive Aufwärtstrend erreicht nicht im selben Maße ganz Bayern. Etwas abgeschlagen – aber doch bei Weitem nicht resigniert – zeigt sich hier die Oberpfalz.

Klattern, Wandern oder auch Rad fahren – und das alles in schöner Natur. Unter anderem damit trumpft die Oberpfalz und lockt immer mehr Menschen an. So stieg die Zahl der Anküfte um 2,1 Prozent auf rund 2,1 Millionen. Und auch die Anzahl der Übernachtungen erhöhte sich leicht: Um 1,2 Prozent auf rund 5,4 Millionen. Bayernweit stiegen die Zahlen jedoch deutlich stärker an – mit einem Plus von 4,9 bzw. 4,6 Prozent.

Deutlich hinter den bayernweiten Wachstumszahlen blieben auch die Zahlen der Tourismusregion Oberpfälzer Wald zurück – auch wenn der Wachstumskurs blieb. So gab es 1 Prozent mehr Übernachtungen und 1,3 Prozent mehr Ankünfte. Die Tourismusreferentin des Oberpfälzer Waldes – Landkreis Tirschenreuth Stephanie Wenisch zeigte sich dennoch zufrieden – die Zahlen seien in den vergangenen Jahren „zu gut“ gewesen, das müsse erst gehalten werden. Ebenso wenig enttäuscht zeigte sich auch Schwandorfs Landrat Thomas Ebeling.

Und das obwohl sich der Landkreis Schwandorf insgesamt etwas abgeschlagen bei den Tourismuszahlen für 2018 zeigte. Die Zahl der Ankünfte ging um 0,8 Prozent und die Zahl der Übernachtungen sogar um 2,1 Prozent zurück. Dennoch sieht der Landrat alles andere als einen Grund zur Panik. Die Zahlen würden auch immer von gewissen Sondereffekten abhängen. So gab es beispielsweise im Jahr 2017 durch die 1.000-Jahr-Feier in Neunburg vorm Wald starke Zahlen. Und auch in der Pressemitteilung des Oberpfälzer Waldes heißt es: Die Steigerung der letzten drei Jahre mit insgesamt 18,3 Prozent müsse erst Jahr für Jahr von Neuem gehalten werden.

Um die Zahlen insgesamt im Oberpfälzer Wald zu steigern, setzt man nun darauf, die Anzahl der Betten zu erhöhen, oder durch Modernisierungen ältere Betriebe attraktiver zu machen. Auch soll künftig vermehrt auf die Nebensaison gesetzt werden, denn in der Hauptsaison sei alles gut gebucht – so der Tenor von Stephanie Wenisch.

Und einen Rekord erreichte unsere Region auch im Jahr 2018 So konnte der Landkreis Amberg-Sulzbach 2018 das erste Mal mehr als 300.000 Übernachtungen verbuchen. (nh)