Oberpfalz: Einigung im Tarifstreit

4,3 Prozent mehr Entgelt ab April, 100 Euro als Einmalzahlung für Januar bis März, 27,5 Prozent tarifliches Zusatzgeld beim Monatseinkommen und 400 Euro als Festbetrag, wobei dieser Festbetrag kann in wirtschaftlich schweren Zeiten gesenkt oder gestrichen werden. Zusätzlich noch die Möglichkeit, die Wochenarbeitszeit für bis zu 2 Jahre auf 28 Stunden abzusenken. Diesen Maßnahmenkatalog haben Arbeitgeber und Arbeitsnehmer im diesjährigen Tarifstreit in Baden-Württemberg beschlossen.

Der Beschluss hat Pilotcharakter, könnte also in Bayern so übernommen werden. Das hofft zumindest der 1. Vollbemächtigte der IG Metall in Amberg Horst Ott. Er ist zufrieden mit den Ergebnissen in Baden-Württemberg, auch wenn er beim Entgelt lieber zumindest eine 5 vor dem Komma gesehen hätte.

Am Mittwochnachmittag treffen sich im Amberger Congress Centrum die Tarifkommissionsmitglieder, um über die Ergebnisse in Baden-Württemberg zu beraten. Es gilt dabei als sehr wahrscheinlich, dass sie die Empfehlung geben, das Ergebnis auch in Bayern so zu übernehmen. Am Donnerstag entscheiden dann die Tarifparteien in München darüber.

Von Seiten des Arbeitgeberverbands in Bayern hieß es, dass er sich einen weniger komplexen Tarifabschluss gewünscht hätten. Zumindest hat sich der Verband bereits für die Übernahme des Vertrags in Bayern ausgesprochen. (tb)