Oberpfalz: Empörung über Outsourcing in Kliniken Nordoberpfalz AG

Die Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz AG zeigten sich über die Entwicklungen der letzten Monate und die dazugehörige Presseberichterestattung besorgt. Jetzt sind viele Gewerkschaftsmitglieder aus allen Standorten der Kliniken Nordoberpfalz AG der Einladung von ver.di in D´Wirtschaft nach Altenstadt bei Weiden gefolgt.

„Ob die einschneidenden Veränderungen in Waldsassen oder beispielsweise die Vorüberlegungen für eine Schließung des Krankenhaus Vohenstrauß führen zu einer erheblichen Verunsicherung der Beschäftigten!“ – Alexander Gröbner, Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz

Besonders irritierend sei, dass in der Öffentlichkeit einerseits davon gesprochen wird, dass die ins Leben gerufene Dienstleistungsgesellschaft aktuell kein Personal beschäftigte, jedoch nach Informationen von ver.di die Reinigungsarbeiten mittlerweile durch eine externe Reinigungsfirma erledigt wird und nicht durch eigenes Personal.

„Wir sind empört! Einerseits in der Öffentlichkeit die Beschäftigten in Sicherheit wiegen und gleichzeitig Aufgaben durch die Hintertür auslagern ist wirklich schlechter Stil.“ – Alexander Gröbner

Bei der Versammlung erläuterte Manuela Dietz, stellvertretende Geschäftsführerin ver.di Oberpfalz über die Überlegung von ver.di, für einen Tarfivertrag Demografie und Entlastung. Einige der Versammlungsteilnehmer stimmten dieser Idee mit Beifall zu.

„Während die Gebietskörperschaften als Träger der Kliniken Nordoberpfalz AG für eine tragfähige Finanzausstattung des Unternehmens sorgen müssen, wollen wir uns als Gewerkschaft um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten kümmern, damit wir das gut ausgebildete Pflegepersonal im Unternehmen halten können. Beispielsweise könnten so Beschäftigte ihre Arbeitszeit in ihrem Arbeitsverhältnis bei der AG erhöhen. Dabei könnten Kostensteigerungen zum größten Teil über das Pflegestärkungsgesetz durch den Bund refinanziert werden“ – Manuela Dietz, stellv. Geschäftsführerin ver.di Bezirk Oberpfalz

In den nächsten Wochen wird ver.di ein Stimmungsbild in der Belegschaft einholen. Hierbei gehe es keinesfalls um eine erneute finanzielle Beteiligung der.

„Die Beschäftigten haben in den ersten Jahren über 13 Millionen Euro zur Sicherung der AG beigetragen. Das ist aus unserer Sicht genug. Jetzt kann es nur um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch konkrete Entlastungsmaßnahmen und eine Nachhaltige Personalpolitik vor dem Hintergrund der demografischen Herausforderung im Unternehmen gehen“ – Manuela Dietz