Oberpfalz: Fußball EM 2021 startet

Heute Abend um 21:00 Uhr startet die 60. Fußball Europameisterschaft.

Wenn heute Abend um 21:00 Uhr im Stadio Olimpico in Rom der Anpfiff ertönt, dann eröffnen Italien und die Türkei ein in vielerlei Hinsicht historisches Turnier. Die 60. Fußball Europameisterschaft ist nicht nur von der Teilnehmerzahl die größte aller Zeiten, sie ist auch die erste EM, die nicht in einem Land, sondern in ganz Europa ausgetragen wird. 13 Städte, darunter München, werden zudem Schauplatz eines Turniers inmitten einer weltweiten Pandemie. Historisch also in jeder Hinsicht.

Fußball-EM 2021 nur als Beiwerk
In den vergangenen Jahren untrennbar mit großen Fußball-Turnieren oder Endspielen verbunden: Public Viewing und die Fan-Meilen. Beides wird es im Corona-Sommer 2021 jedoch nicht geben. Wie die DEHOGA mitteilte, sind reine Public-Viewing Events verboten. Die Spiele dürfen zwar in Biergärten und Gaststätten gezeigt werden, dabei muss allerdings der reguläre Gastronomiebetrieb im Vordergrund stehen. Die Fußball EM 2021 also nur Beiwerk anstatt großer Party. Wer also im Biergarten oder Lieblingslokal schauen möchte, der muss sich an die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen halten.

Deutschland nicht in der Favoritenrolle
Anders als bei der EM 2016 oder der WM 2018 geht die Deutsche Mannschaft nicht als Titelfavorit in das Turnier. Nach dem blamablen Ausscheiden in der Vorrunde bei der WM in Russland und dem eigentlichen Abstieg in der Nations Leaque, hat das DFB-Team vor allem bei den Fans viel Ansehen verspielt. Das gilt es jetzt zurückzugewinnen. Die Aufgabe könnte aber direkt von Beginn an nicht schwerer sein. Bereits in der Gruppenphase warten mit Frankreich der amtierende Weltmeister und mit Portugal der amtierende Europameister und Nations Leaque Sieger. Beweist sich Deutschland in dieser Hammergruppe, dann dürfte im restlichen Turnierverlauf alles offen sein. Um den Titel zu gewinnen, muss man nicht immer der große Favorit sein. Wenn die Löw-Ära beim DFB-Team eines gezeigt hat, dann dass sie immer dann ein großes Turnier gespielt haben, wenn ihnen vorher eigentlich niemand etwas zugetraut hat.

(ac)