Oberpfalz: Grünen fordern stündliches Zugangebot

Der Zug soll künftig jede Stunde fahren – ohne Taktunterbrechungen. So die Forderung der Grünen. Sie fordern die Staatsregierung in einem Antrag auf, auf den Eisenbahnstrecken, auf denen die Bayerische Eisenbahngesellschaft noch keinen Stundentakt bestellt, für ein stündliches Zugangebot von frühmorgens bis spätabends, auch am Wochenende zu sorgen.

Ein Stundentakt soll für deutlich mehr Akzeptanz der bayerischen Bahnen als Verkehrsmittel sorgen. Aktuell sieht Jürgen Mistol, stellvertretender Vorsitzender der grünen Landtagsfraktion Lücken im Bayern-Takt.

„In der Oberpfalz betrifft dies auch Hauptstrecken, wie zum Beispiel auf der Strecke von Regensburg nach Amberg fährt zwischen 21.38 Uhr und 23.35 Uhr kein Zug oder von Cham gibt es ab 21.22 Uhr überhaupt keine Verbindung mehr nach Regensburg oder auch zwischen Wiesau und Weiden existiert von 21.28 Uhr und 23.48 Uhr keine Zugverbindung“.

Mistol fordert zudem eine Verkürzung der Fahrtzeiten auf den Hauptstrecken:

„Wenn man zum Beispiel auf der Stecke Amberg – Regensburg 31 Minuten in Schwandorf auf den Anschlusszug, umgekehrt 25 Minuten, warten muss, ist das kein Anreiz vom Auto auf die Bahn umzusteigen“

Dies betreffe laut Pressemitteilung die Züge 8.33, 12.33 und 14.33 Uhr ab Amberg und 8.14, 10.14 und 12.14 Uhr ab Regensburg. Zusätzlich gebe es auch 15 Eisenbahnstrecken in Bayern, die montags bis freitags grundsätzlich nur zweistündlich bedient werden. In der Oberpfalz handle es sich hierbei um die Strecken Furth im Wald – Domažlice, Cham – Waldmünchen, und Cham – Lam. Am Wochenende würden sogar 27 Strecken nicht stündlich bedient werden – so die Pressemitteilung weiter.

Der Antrag der Grünen soll bereits am Donnerstag im Ausschuss für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie behandelt werden.

(nh/Pressemitteilung Jürgen Mistol – Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag)