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Oberpfalz: Gut beleuchtete Hausnummern retten Leben

Bei einem Einsatz des Rettungsdienstes zählt jede Minute. Fehlende oder nicht beleuchtete Hausnummern können einen Rettungseinsatz entscheidend verzögern. Besonders bei schlechtem Wetter oder Dunkelheit kann es passieren, dass die Einsatzräfte eine Straße mehrfach abfahren müssen, weil sie die Hausnummer nicht gleich wahrnehmen und so das richtige Haus nicht finden können. So geht lebenswichtige Zeit verloren, die im Zweifelsfall Leben kosten kann.

Deswegen warnt Frank Zirngibl, Leiter Einsatzdienste der Johanniter in Ostbayern: „Als Hausbesitzer sollte man dafür sorgen, dass die eigene Hausnummer gut sichtbar und schon von weitem erkennbar ist!“

Häufig seien die Ziffern von Bäumen, Büschen oder Kletterpflanzen an Hausfassaden verdeckt oder würden sich neben einer Eingangstür auf der Rückseite des Gebäudes befinden. Noch schwieriger werde es, wenn Hausnummern oder Hauseingänge nicht von außen beleuchtet seien. Besonders für die dunkle Jahreszeit und die Nachtstunden empfiehlt Zirngibl über eine Beleuchtung nachzudenken. Moderne LED-Leuchten verbrauchen heute nur sehr wenig Energie und sind einfach zu montieren.

Mietern in Mehrfamilienhäusern empfiehlt Frank Zirngibl, bei einem Notruf ihre genaue Adresse durchzugeben: „Nicht nur die Hausnummer und die Angabe der Etage sind wichtig, sondern auch eventuelle Besonderheiten, wie zum Beispiel Innenhöfe, die durchquert und weitere Türen, die geöffnet werden müssen.“

Die Johanniter raten darüber hinaus, in einem Notfall jemanden abzustellen, der die Helfer bei ihrer Ankunft einweisen kann.

Rund 610.000 Mal rückten die Johanniter 2016 zu Rettungsleinsätzen aus. Sie transportierten mehr als  336.000 Mal Patienten sicher an ihr Ziel und ermöglichten rund 80.000 Blut- und Organtransporte. (sd)