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Oberpfalz/Indien: Kind kann dank oberpfälzer Hilfe laufen

Das Foto zeigt die ersten Gehversuche von Mohit mit Beinschienen. Dank der deutschen Schienen kann der junge Inder damit erstmals selbstständig durchs Leben gehen – und seinen Helfern aus der Oberpfalz künftig vielleicht auch entgegenlaufen.
Denn oberpfälzer Ärzte, Pflegefachkräfte und Orthopädie-Techniker kümmerten sich in Indien bei zwei OP-Camps um mehr als 100 Menschen und gaben ihnen so Hoffnung auf ein besseres Leben. Unter den Helfern waren auch die Schwandorfer Anästhesistin Dr. Barbara Dünzl sowie OP-Schwester Maria Klonek. Für Dr. Barbara Dünzl war es dabei nicht der erste Hilfseinsatz.

Genaueres zu dem Einsatz beschreibt die Pressemitteilung des Schwandorfer Krankenhauses St. Barbara:

Zusammen mit dem von der Hilfsorganisation „pro Interplast Seligenstadt“ finanzierten Team war Dr. Barbara Dünzl bereits zum fünften Mal im St. Richard Pampuri Hospital der Barmherzigen Brüder in Khandwa. Zwei Wochen lang halfen sie mittellosen Indern durch kostenlose Operationen im Bereich der plastischen Chirurgie und bei (neuro-)orthopädischen Problemen. Unter den Patienten waren wieder Verbrennungsopfer, Inder mit Klumpfüßen oder durchtrennten Nerven am Handgelenk, Menschen jeden Alters, die mit Schienen und Orthesen (Hilfsmittel zur Stabilisierung von Gliedmaßen) versorgt wurden sowie ein dreijähriger Junge, der von einem Hund angefallen worden war und tiefe Fleischwunden im Gesicht davongetragen hatte. 102 Eingriffe haben die deutschen Helfer bis zu ihrer Weiterreise erfolgreich durchgeführt.
 
Fünf indische Autostunden entfernt wartete auf die Schwandorfer Anästhesistin und das zum Teil neu zusammengesetzte Team als Pilotprojekt der zweite Einsatzort: das Jeevan Jyoti  Hospital in der Diözese Jhabua. Hier kam auch OP-Schwester Maria Klonek wieder zum Einsatz. Fünf OP-Tage waren angesetzt. Die Gastgeber vor Ort hatten so fleißig die Werbetrommel für das OP-Camp gerührt, dass zu Beginn rund 300 Inder bei den deutschen Helfern vorstellig wurden. Vielen konnte geholfen werden, einige mussten auch auf das nächste Jahr vertröstet werden.
Was den Behandelten nach der Abreise der deutschen Ärzte aus Indien geblieben ist: ein ein Stück weit normaleres Leben, bessere Zukunftschancen und die Hoffnung, dass die Helfer im nächsten Jahr wiederkommen. Dr. Barbara Dünzl wird sie nicht enttäuschen. Sie hat den Einsatz in ihrem Urlauskalender 2018 bereits fest eingeplant.

Spendenkonto
pro Interplast Seligenstadt
Verein zur Förderung medizinischer und sozialer Hilfe in Entwicklungsländern e. V.
Volksbank Seligenstadt e.G.
IBAN: DE24 5069 2100 0000 2802 08

(nh/Pressemitteilung Krankenhaus St. Barbara Schwandorf)

Das Bild zeigt Mohits erste Schritte mit Beinschienen (Foto: Dr. Barbara Dünzl)