Wernberg-Köblitz: MdB Schieder kritisiert CSU als „scheinheilig und populistisch“

Die Suche nach einem atomaren Endlager ist in dieser Woche Thema in der Oberpfalz. In Regensburg haben sich auf Einladung von Ministerpräsident Markus Söder und Umweltminister Thorsten Glauber die Oberpfälzer Landräte und Oberbürgermeister getroffen.

Bekanntlich zeigt sich die Staatsregierung skeptisch, was die möglichen Standorte für ein Atommülllager in Bayern und in der granitreichen Oberpfalz betrifft. Das ruft die Kritik der oberpfälzer Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder aus dem Landkreis Schwandorf hervor. Dort, wo vor 40 Jahren die CSU die Wiederaufarbeitungsanlage durchdrücken wollte.

OTV-Talk: Marianne Schieder zu atomarem Endlager

Noch ist kein Standort beschlossen. Es geht jetzt darum, wissenschaftlich fundiert, transparent und ergebnisoffen zu prüfen, welche Standorte wirklich geeignet sind! Selbstverständlich wünsche auch ich mir nicht, dass das Endlager nach Bayern kommt, allerdings ist die Haltung der bayerischen Staatsregierung populistisch und im höchsten Maß scheinheilig. Es kann nicht sein, dass die CSU über Jahrzehnte einen strammen Atomkurs verfolgt hat und in meinem Wahlkreis sogar mit aller Staatsgewalt die Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf errichten wollte und nun die Verantwortung für den Atommüll so weit wie es nur geht von sich schiebt. St. Florian lässt grüßen!

Marianne Schieder, Vorsitzende der SPD-Landesgruppe Bayern im Deutschen Bundestag

Ministerpräsident Söder und Umweltminister Glauber kündigten an, das Auswahlverfahren in den kommenden Jahren kritisch, aber wissenschaftlich und konstruktiv begleiten zu wollen. An erster Stelle stehe der Schutz der Bürger in Bayern, so Thorsten Glauber gegenüber OTV.

(gb)