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Oberpfalz: Rauchwarnmelderpflicht gilt

Ein Rauchwarnmelder ist ab sofort Pflicht. In Bayern gilt ab dem 1.1.2018 die gesetzliche Regelung, dass ein Rauchmelder in Fluren, Kinder- und Schlafzimmer angebracht werden sollen. Bei Nichteinhaltung könnte zumindest theoretisch die Versicherung nicht für Brandschäden aufkommen. Bei Personenschäden könnte dem Haus- oder Wohnungsbesitzer ein fahrlässiges Verhalten angelastet werden.

Präzedenzfälle gibt es bisher nicht. Die Pflicht gilt erst seit zwei Tagen. Überprüfung sind nicht angedacht. Es gehe auch nicht darum, die Menschen zu bestrafen, sondern sie zu beschützen, heißt es in einer Infobroschüre des Bayerischen Innenministeriums. Denn Rauchmelder können Leben retten.

Bei Bränden ist für die Menschen häufig die größte Gefahr der Rauch. Verletzungen oder gar Todesfälle seien häufig auf Rauchvergiftungen zurückzuführen, sagt Robert Heinfling, Kreisbrandrat des Landkreises Schwandorf. In seiner aktiven Zeit als Feuerwehrmann habe er drei Tote nach Bränden miterleben müssen. Alle drei seien am Rauch erstickt.

Denn der überrasche häufig im Schlaf. Unbemerkt von den Bewohnern breitet er sich unter Umständen aus. Deshalb die Rauchmelderpflicht. Alle Rauchmelder müssen allerdings eine Norm erfüllen: DIN EN 14604, gekennzeichnet als Rauchwarnmelder. Experten raten zu einem Rauchmelder mit 10-Jahres-Batterie. Außerdem muss der Rauchmelder mindestens einmal im Jahr überprüft werden. Ein Melder muss außerdem nach 10 Jahren ausgetauscht werden.

(eg)