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Oberpfalz: „Sprache darf nicht am Helfen hindern“

Die tschechische Republik ist längst zu unserem Nachbarn geworden. Angefangen hat alles mit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor 29 Jahren. Seit 2004 ist die tschechische Republik bereits Mitglied der Europäischen Union. Und 2016 folgte ein weiterer wichtiger Schritt: Der Vertrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Rettungsdienste. Heißt im Klartext: Deutsche, die im tschechischen Grenzgebiet verunglücken, können in ein deutsches Krankenhaus überführt werden. Problemlos. Ohne unnötiges Verladen vom tschechischen in den deutschen Sanka direkt an der Grenze. Gleichermaßen gilt das auch für die tschechischen Bürger. Blieb bis dato nur das Problem der Sprachbarriere. Doch auch hier wurde jetzt Abhilfe geschaffen.

Seit Herbst 2016 hat die EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern e.V. an einem Praxiswörterbuch Rettungsdienst gearbeitet und das wurde jetzt in Marktredwitz vorgestellt. Es ist sozusagen der Nachfolger von einem 2010 erschienenen Praxiswörterbuch Feuerwehr. Beide sollen schlichtweg die Kommunikation zwischen Deutschland und Tschechien erleichtern.
Denn Einsätze an den Grenzübergangen seien Normalfall, so heißt es von Seiten des BRK. So gilt ab jetzt: Sprache hindert nicht mehr am Helfen.

Weitere Projekte dieser Art seien schon von EUREGIO EGRENSIS in der Planung, aber noch nicht spruchreif. Vorstellbar seien aber auch Wörterbücher für den Bereich der Pflege wie auch der Verwaltung. (sd)