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Oberpfalz: Tageswarnstreiks bei Hamm & Siemens

Die Tages-Warnstreiks der IG Metall haben die Oberpfalz erreicht. Seit den frühen Morgenstunden befinden sich Mitarbeiter der Hamm AG in Tirschenreuth und der Siemens Healthcare GmbH im Warnstreik. Erstmals hat die IG Metall zu 24 Stunden-Warnstreiks aufgerufen. Deshalb stehen die Betriebe seit 4.30 Uhr still. Laut Horst Ott, dem 1. Bevollmächtigten der IG Metall Amberg, haben bei der Hamm AG bis zum Mittag nur etwa fünf der knapp tausend Beschäftigten ihre Arbeit aufgenommen.

Durch die Tages-Warnstreiks will die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber in den Festgefahrenen Tarifverhandlungen erhöhen. Die IG Metall fordert nach wie vor sechs Prozent mehr Gehalt für eine Laufzeit von 12 Monate. Zu dem sollen Beschäftigte einen Anspruch auf eine befristete Absenkung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden haben. Auch ein Entgeltzuschuss für Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit verringern, um Kinder zu betreuen oder Familienmitglieder zu pflegen ist teil der Forderungen. Das Angebot der Arbeitgeber von 3,5 Prozent mehr Lohn auf eine Laufzeit von 27 Monate stößt auf Ablehnung. Das ist auch unter den Beschäftigten deutlich spürbar.

Die Tages-Warnstreiks laufen an verschiedenen Betrieben noch bis Samstagmittag. Morgen wird unter anderem Bei Audi in Ingolstadt und bei BMW in Dingolfing, Landshut, Regensburg und München die Arbeit niedergelegt. Die IG Metall erwarte deutliches Entgegenkommen von Seiten der Arbeitgeber. Sollte dies der Fall sein sei man bereit, am Montag an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Sollte allerdings erneut kein Ergebnis erzielt werden, drohen im schlimmsten Fall sogar Flächenstreiks. Dies bedeutet mehrtägige unbegrenzte Warnstreiks und zwar so lang, bis es ein Ergebnis gibt, so Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG Metall Bayern. (ms)