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Oberpfalz: Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Am Montag werden in Potsdam bei Berlin die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienstag fortgeführt. Die Geschwerkschaft ver.di fordert dabei 6 Prozent mehr Lohn oder mindestens 200 Euro monatlich. Die Entgelte der Azubis sollen um 100 Euro monatlich erhöht werden und der Nachtarbeitszuschlage besonders bei den Krankenhäusern soll auf 20 Prozent angehoben werden.

Geht es nach der Gewerkschaft, dann so die Laufzeit 12 Monate betragen. In den Städten und Kommunen werden bereits erste Rechnungen aufgestellt. Bei 6 Prozent mehr Lohn würde das für die Stadt Weiden Mehrausgaben in Höhe von etwas mehr als 1 Million Euro bedeuten. Auch bei der Stadt Amberg käme man in etwa in dieser Größenordnung bei einem derartigen Tarifabschluss heraus. In den Haushalten der beiden Städte haben die Verantwortlichen allerdings 2,5 Prozent einkalkuliert, was auch Mehrausgaben in Höhe von mehr als 400.000 Euro bedeuten würde.

Laut Martin Neuhaus von den Kliniken Nordoberpfalz würde sich bei den Krankenhäusern der Kostendruck erhöhen. Es sei denn, fügt er hinzu, dass der Koalitionsvertrag umgesetzt wird. Darin steht, dass die Mehrausgaben gegenfinanziert werden sollen.

Mit Spannung blicken alle am Montag Richtung Berlin. Ob es allerdings im Tarifstreit bereits dann zu einer Einigung kommen wird, bleibt abzuwarten. Eines scheint schon jetzt sicher. Nach den Erfahrungen der vergangenen Tarifstreite wird bei einer Einigung sicherlich keine 6 vor dem Komma stehen.

(tb)