Oberpfalz: Verletzte und Verkehrschaos wegen „Eberhard“

Insgesamt knapp 200 Einsätze und mehr als 400 Notrufe verzeichnete die ILS Nordoberpfalz alleine gestern zwischen 16 Uhr und 23 Uhr in den Landkreisen Tirschenreuth und Neustadt an der Waldnaab. Sturmtief Eberhard wütete in der gesamten Oberpfalz, besonders schlimm traf es aber den Norden. Personen wurden verletzt, Bäume stürzten um, ein Zug kollidierte gar mit einem Baum. Noch heute Morgen hatten die Einsatzkräfte mit seinen Auswirkungen zu kämpfen.

EBERHARD WÜTET IN DER OBERPFALZ

Die widrigen Straßenverhältnisse waren beispielsweise schuld an einem Unfall heute Morgen bei Kulmain. Dort war ein PKW wegen Schneeverwehungen von der Straße abgekommen und in eine  Böschung gekippt. Sturmtief Eberhard machte sich in den Morgenstunden noch deutlich bemerkbar. Der Wind, die herabgefallenen Äste und umgestürzten Bäume forderten Autofahrer in der ganzen Oberpfalz.

BAUM STÜRZT AUF AUTO

Die volle Wucht von Eberhard hat die Oberpfalz gestern aber am Nachmittag und Abend getroffen. Überall mussten Straßen wegen umgefallener Bäume gesperrt werden. Sogar die A93 war stellenweise nicht mehr befahrbar. Bei Aich im Landkreis Neustadt an der Waldnaab war ein Baum gar auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste herausgeschnitten werden. Er blieb nahezu unverletzt.

 

ZUG KOLLIDIERT MIT BAUM

Keine Verletzten gab es auch bei einem Zugunfall im Manteler Forst. Auf Höhe des Schießlweihers kollidierte ein Zug mit einem umgestürzten Baum. Die Bahnstrecke musste komplett gesperrt werden.

Wegen Eberhard fiel zeitweise auch der Strom in Weiden und in Teilen des Landkreises Neustadt an der Waldnaab aus. Schuld war vermutlich eine brennende Trafostation wegen Ästen auf der Stromleitung.

Mehrere Personen wurden außerdem dadurch verletzt, dass der Wind ihre Autos von den Straßen wehte oder sie mit ihren Fahrzeugen mit Bäumen oder Ästen kollidierten. (eg)