Oberpfalz: Zahlreiche Sanierungen können starten

Das Gebäude in der Brauhausstraße 2 in Waldsassen steht schon seit vielen Jahren leer. Jetzt kann es dank dem neuen Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ des Freistaats saniert werden. Aber auch die Stadt Schwandorf und Furth im Wald profitieren davon.

Im Jahr 2020 wird eine umfangreiche Neustrukturierung der Städtebauförderung umgesetzt. „Mit den drei neuen Programmen machen wir die Städtebauförderung einfacher und verständlicher. Damit sind wir weiterhin ein verlässlicher Partner für die bayerischen Städte und Gemeinden“, so Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer. Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ leistet einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Innenentwicklung der Städte und Gemeinden. „Unser Ziel ist es, innerörtliche Flächenpotenziale zu mobilisieren. So wollen wir Leerstände beseitigen und auf Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen lebenswerte Quartiere gestalten“, so Schreyer weiter. Dieses Jahr erhalten 24 Städte und Gemeinden in der Oberpfalz Fördermittel in Höhe von 7,2 Millionen Euro.

Altes Schwandorfer Krankenhaus wird Stadtarchiv
Dank der Städtebauförderungsmittel kann dieses Jahr beispielsweise die Stadt Waldsassen das lange Jahre leerstehende Gebäude in der Brauhausstraße 2 sanieren, um wertvollen innerstädtischen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Dadurch wird die Innenstadt als Wohnstandort nachhaltig gestärkt und es entsteht ein reizvolles Wohnquartier. Die Stadt Schwandorf plant mit den Programmmitteln das „Alte Krankenhaus“ in der historischen Altstadt zum Stadtarchiv umzubauen und das angrenzende Rathausumfeld umzugestalten. In der Stadt Furth im Wald können die Straßenzüge der Mondschein- und Herrenstraße neugestaltet werden. Damit wird ein Straßenraum im direkten Umfeld eines innerstädtischen, historischen Stadtplatzes aufgewertet.

Gezielte Impulse für neue Entwicklungen
Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt bayernweit 242 Gemeinden. Bund und Freistaat investieren rund 68 Millionen Euro in die Kommunen. Zusammen mit den Investitionen der Gemeinden ergibt sich ein Gesamtvolumen von rund 100,1 Millionen Euro. Wesentliche Förderschwerpunkte sind 2020 die bauliche Anpassung der städtischen Infrastruktur, die Wiedernutzung von Industrie-, Gewerbe- oder Militärbrachen, die Verbesserung des öffentlichen Raums und die Erhaltung von Gebäuden mit baukultureller Bedeutung. Mit dem neuen Programm steht ein Förderinstrument zur Verfügung, mit dem gezielt Impulse für neue Entwicklungen gesetzt werden können.

Umstrukturierung der Städtebauförderprogramme
Zum Programmjahr 2020 haben Bund und Länder die Städtebauförderungsprogramme auf drei Programme reduziert: „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Ein wichtiger Beitrag zur Entbürokratisierung und Flexibilisierung. Bundesinnenminister Seehofer: „Wir verschlanken unsere Förderstruktur. Damit erleichtern wir den Städten und Kommunen die Umsetzung ihrer Vorhaben. Zudem wird der Klimaschutz zur Fördervoraussetzung. Städtebauförderung ohne Klimaschutz wird es künftig nicht mehr geben.“ Neben der energetischen Gebäudesanierung ist hierbei die Verbesserung der von innerörtlichen naturnahen Flächen ein wesentlicher Baustein. Attraktive Grün- und Freiflächen steigern nicht nur die Lebens- und Wohnqualität in den Städten und Gemeinden, sondern sorgen auch für ein besseres Stadtklima. Freiflächen mit vielfältigen Spiel- und Freizeiteinrichtungen fördern zudem die Gesundheit der Bürger.

(vl)