Oberpfalz: Zoigl als immaterielles Kulturerbe

Die oberpfälzer Zoigltradition ist im Frühjahr zum immateriellen Kulturerbe ernannt worden. Heute Abend wird die Aufnahme in das Landesverzeichnis offiziell gefeiert. Kunstministerin Marion Kiechle lädt dazu in das Schloss Schleißheim ein.

Das Landesverzeichnis zum immateriellen Kulturerbe hat 37 Einträge, zwölf sind nun neu dazugekommen. Außer der Zoigltradition sind das die Agnes Bernauer Festspiele Straubing, die Fürther Michaelikirchweih, die Nürnberger Epitaphienkultur, das Augsburger Friedensfest, die traditionelle Dörrobstherstellung, die Baumfelderwirtschaft im Steigerwald, das Drechslerhandwerk, die Jurahäuser als traditionelle Baukultur im Altmühljura, die bäuerlichen Gemeinschaftswälder im Steigerwald, die Schafhaltung in Bayern und die Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land.

Gewürdigt wird mit der Aufnahme der Erhalt und die Weitergabe eines lebendigen kulturellen Erbes. Die Begründung für die Oberpfälzer Zoiglkultur lautet:

„Charakteristisch für die Oberpfälzer Zoiglkultur ist das gemeinschaftliche Brauen im lokalen Kommunbrauhaus sowie der von intensiver Kommunikation be­gleitete Ausschank und Konsum des handwerklich gebrauten Bieres bei (Laien-)Wirten. Die traditionell ge­ringen Produktionschargen bedingen einen nur temporären Aus­schank in wechselnden Lokali­täten. In der Oberpfalz lassen sich Belege für das Kommunbrauwesen und die Zoiglkultur bis in das Jahr 1415 (Neuhaus) zurückverfolgen“. (gb)