Oberpfalz: Zoiglkultur ist immaterielles Kulturerbe

Die Oberpfälzer Zoiglkultur ist immaterielles Kulturerbe.

Charakteristisch für die Oberpfälzer Zoiglkultur sei das gemeinschaftliche Brauen im lokalen Kommunbrauhaus sowie der von intensiver Kommunikation begleitete Ausschank und Konsum des handwerklich gebrauten Bieres bei Wirten. Die traditionell geringen Produktionschargen bedingen einen nur temporären Ausschank in wechselnden Lokalitäten, heißt es heute in einer Pressemitteilung vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. In der Oberpfalz würden sich Belege für das Kommunbrauwesen und die Zoiglkultur bis in das Jahr 1415 zurückverfolgen lassen.

Insgesamt zwölf lebendige Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken, die das Leben und die Gesellschaft überregional prägen, werden 2018 in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das hat Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle heute nach der Ministerratssitzung in München bekannt. Vier Nominierungen stammen aus Bayern.

„Mit ihrem Engagement und ihrem Enthusiasmus füllen die Menschen Traditionen und Bräuche mit Leben, geben sie an nachfolgende Generationen weiter und garantieren so den Erhalt unseres immateriellen Kulturerbes. Die Neuaufnahmen in das Bayerische Landesverzeichnis spiegeln dabei die vielfältige Bandbreite der immateriellen Schätze im Freistaat wider“, so Spaenle.
Neu im Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes sind:

  • Agnes Bernauer Festspiele Straubing
  • Augsburger Friedensfest
  • Traditionelle Dörrobstherstellung und Baumfelderwirtschaft im Steigerwald
  • Drechslerhandwerk
  • Erhalt der Jurahäuser – traditionelle Baukultur im Altmühljura
  • Bäuerliche Gemeinschaftswälder im Steigerwald
  • Schafhaltung in Bayern
  • Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land
  • Oberpfälzer Zoiglkultur
  • Nürnberger Epitaphienkultur
  • Fürther Michaeliskirchweih
  • Wirken der Nürnberger Naturhistorischen Gesellschaft

(bg)