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Oberviechtach: Beifall für den Schützenpanzer

Unter Beifall von Soldaten und 130 Ehrengästen ist in Oberviechtach das neue Waffensystem „Puma“ eingeführt worden. Der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 Oberstleutnant Christoph Huber hat im Beisein von Oberviechtachs Bürgermeister Heinz Weigl symbolisch den ersten Schützenpanzer des hochmodernen Typs am Tor der Grenzland-Kaserne empfangen. Für die Kameras durchbrach der Panzer bei der Einfahrt ein goldenes Band.
„Ein historischer Tag für die Oberviechtacher Panzergrenadiere“, kommentierte der Kommandeur den beginnenden Wechsel vom „Marder“ zum „Puma“ als Hauptwaffensystem.
14 Pumas hat das Bataillon bereits bekommen, bis zum Jahresende sollen es 30 sein. Ziel ist es, bis 2020 die Oberviechtacher Grenadiere für künftige Auslandseinsätze mit 44 der rund 14,5 Millionen Euro teueren Schützenpanzer auszustatten.
Die intensive Ausbildung der Besatzungen in Theorie und Praxis läuft bereits. Bis 2023 soll der Puma für eine Beteiligung an der NATO-Eingreiftruppe einsatzbereit sein. Allerdings ist der Puma wohl das Sorgenkind der Bundeswehr, weil seine hochmoderne meist digitale Technik als noch nicht ausgereift gilt. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigt milliardenschwere Investitionen in die Ausstattung der Bundeswehr an. In wie weit darin eine Aufstockung für den teuersten Schützenpanzer der Welt enthalten ist, ist noch unklar.
In Oberviechtach hält man an der Einsatzbereitschaft bis 2023 fest. Kommandeur Huber lobt das Waffensystem bereits jetzt. Er zeichne sich durch seine Beweglichkeit, Treffsicherheit und optimalen Schutz für die Besatzung aus. (gb)