Oberviechtach: Das OVIGO spielt „Böse“

Ein Serienkiller ist die Hauptfigur im neuen Stück des OVIGO-Theaters. Denn das inszeniert den Psychokrimi „Böse“ und wagt sich damit an harten Tobak.

Zunächst erscheint das aber nicht so. Man sieht drei Männer in einem Büro. Eine recht unscheinbare Szenerie. Doch die entpuppt sich schließlich als das Innenleben des Serienmörders Marco Friedrich. Und der hat schon einige Frauen umgebracht, wie das Publikum durch einen Fernsehreporter erfährt, der immer wieder in der Szenerie auftaucht.

Die drei Anzugtäger im Büro verkörpern Marcos verschiedene Persönlichkeitsanteile. Und sie stehen ständig in Konflikt. Vor allem dann, als Persönlichkeitsanteil C befiehlt, die Jugendliebe von Marco zu töten.

Die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen. Gibt es überhaupt etwas Gutes in einem Serienkiller? Oder wird der Mensch schon gut oder böse geboren? Genau diese existenziellen Fragen soll der Psychokrimi „Böse“ beantworten.

Der künstlerische Leiter des OVIGO-Theaters, Florian Wein, hat es selbst geschrieben. Er spielt auch eine der Hauptrollen. Regie führt Theresa Weidhas. Das Stück wird noch am 27. April in Oberviechtach und am 28. April in Neunburg vorm Wald aufgeführt. Für die Aufführung in Oberviechtach gibt es keine Karten mehr, aber es gibt die Möglichkeit, sich in eine Warteliste einzutragen. Für den 28. April gibt es noch Restkarten. (eg)