Offline Zeit für ein besseres Wohlbefinden

Noch nie standen den Menschen in den westlichen Industriestaaten derart viele, elektronische Helfer zur Seite, wie in diesen Zeiten. Mit der Einführung des Internets und der mobilen Telefonie begann ein neues Zeitalter. Mit einem rasanten Tempo hat sich die Technologie stetig weiterentwickelt und ist längst nicht am Ende angekommen. Aufgaben im Haushalt und Alltag werden zunehmend durch smarte Elektronik erleichtert. Smarthome heißt das neue Zauberwort, welches zukunftsorientiertes Leben verspricht. Bei all den unschlagbaren Vorteilen, die stetig propagiert werden, bleibt dennoch ein fader Beigeschmack. Mit dem Begriff Digital Detox warnen inzwischen immer mehr Experten vor einer regelrechten Überflutung medialer Einflüsse und zu viel Elektronik im Alltag.

24/7 der Zwang ständig erreichbar zu sein

Es gibt sie gewiss noch, jene Menschen, die es gut ausblenden und nicht den ganzen Tag auf ihr Smartphone fixiert sind. Diese bilden inzwischen eine Minderheit. Ein Großteil der Bevölkerung verbringt mehr Zeit in den digitalen Welten, als Anteil am realen Leben zu haben. Mit Sicherheit hat die aktuelle Lage einen wesentlichen Teil dazu beigetragen. Schließlich wurde nicht nur der berufliche Alltag für viele Arbeitnehmer in das Home-Office verlegt. Selbst Schüler und Studenten erlebten ein zweites Schuljahr in Folge mit Distanzlernen und Homeschooling. Der Zwang, erreichbar zu sein, hat damit eine neue Dimension erreicht.

Allerdings steht es selbstverständlich jedem frei, nach getaner Arbeit das Telefon lautlos oder besser gleich ganz auszuschalten. Das jedoch fällt leider vielen nach wie vor viel zu schwer. Egal ob im Beruf oder der Freizeit. Ein Großteil fühlt sich regelrecht verpflichtet, Nachrichten und Mitteilungen innerhalb weniger Minuten zu lesen und nach Möglichkeit auch zu beantworten.

Hinzu kommen die sozialen Medien, die sich als Zeitreisekapsel entpuppen. Anders lässt es sich kaum beschreiben, wenn über Stunden hinweg gecheckt wird, was auf Facebook, Insta und Twitter gerade so los ist. Ein Teufelskreis, der vor allem eines verursacht: innere Unruhe, Schlafstörungen und nervöse Leiden.

Von nervöser Unruhe bis hin zu Schlafstörungen

Mit Sicherheit ist es nicht ausschließlich der übermäßige, mediale Konsum, der zu derartigen Beschwerden führt. Er nimmt jedoch einen entscheidenden Einfluss darauf. Ein jeder hat es in der Hand, etwas für ein besseres Wohlbefinden zu tun und das beginnt ganz einfach mit einer bewussten offline Zeit. Dabei erscheint der innere Schweinehund als der größte Feind in diesem Kampf. Mit anderen Worten ist ein starker Wille das Heilmittel, um wieder mehr Ruhe zu empfinden und somit wieder tiefer schlafen zu können. Immerhin ist Schlaf ein wichtiger Prozess für die allgemeine Gesundheit. Der Körper fährt auf ein Stand Bye Modus herunter und beginnt mit einem komplexen Regenerationsprozess. Zudem werden die Millionen Eindrücke des Tages verarbeitet und gespeichert. Ein starkes Immunsystem ist darauf angewiesen. Noch ein Grund mehr, Schlafstörungen nicht unbedingt auf die leichte Schulter zu nehmen. Wer sich detaillierter zum Thema Schlafen informieren möchte, darf gern auf Schlafenguru.de vorbeischauen.

Bewusst offline gehen

Viele haben die Vorzüge der offline Zeit längst erkannt und möchten diese Zeiten nicht mehr missen. In den ersten Tagen ist es gewiss eine Umstellung. Doch am Ende ist es kein Hexenwerk. Im Gegenteil, viele berichten davon, dass sie wieder mehr Interessen an anderen Dingen entwickelt haben, sich für neue Hobbys begeistern können oder einfach die Ruhe viel intensiver genießen, als zuvor. Wie lang und zu welcher Zeit der offline Modus stattfindet, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Vielen hilft es jedoch nicht, dass Smartphone auf stumm zustellen. Zu groß ist die Versuchung, doch einmal einen Blick darauf zu werfen und schon verliert die wertvolle Zeit an ihrer Wirkung. Offline sollte daher wirklich auch bedeuten, dass das Telefon ausgeschaltet wird. Vor allem über Nacht und bitte nicht vor dem Schlafen gehen wieder stundenlang in den Weiten der sozialen Medien verschwinden, denn dann haben die zwei bis drei Stunden offline Zeit am Tag nicht sonderlich viel gebracht.

Neue Beschäftigungen lenken ab

Besonders betroffen sind junge Menschen. Sie haben es regelrecht verlernt, so denn sie es je erlernt hatten, sich mit anderen Dingen zu befassen. Offline zu sein, ist für die junge Generation eine harte Strafe. Was einst der Stubenarrest für viele Jugendliche war, ist heute die Kappung von WLAN und Internet. Doch statt zu fluchen oder zu streiten, ist es viel sinnvoller, sich neu zu orientieren. Die Welt hat so viel mehr zu bieten. Was genau das Interesse erweckt, muss jeder selbst für sich herausfinden. Einige blühen bei handwerklichen Projekten auf, andere entdecken urplötzlich eine kreative Seite an sich. Wichtig ist dabei nur, dass ein Wohlfühlen einsetzt und das ist es, was wirklich zählt.