Olaf Scholz auf Deutschlandtour in Weiden

Scholz, Laschet oder Baerbock – zumindest wenn es um den künftigen Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin geht, dann zeichnen aktuelle Umfragen meist ein recht klares Bild: Bei denen hat Olaf Scholz die Nase vorn. Doch noch sind viele, viele Menschen unentschlossen, bei welcher Partei sie bei der Bundestagswahl ihr Kreuzchen setzen. Auch Finanzskandale machen die Runde.

Kein Wunder also, dass rund 500 Menschen am Samstag nach Weiden in den Max-Reger-Park strömten. Denn dorthin kam auch Olaf Scholz. Neben München, Regensburg und Hof war auch Weiden ein Stopp im Rahmen seiner Deutschlandtour am Samstag. Für die Interessierten gab es beim Pavillon in Weiden einen Abstecher durch das Wahlprogramm der SPD. Scholz sprach in Weiden von Herausforderungen wie etwa der Kinderarmut, bezahlbarem Wohnraum oder auch der Rente. Scholz dazu deutlich:

„Es wird keinen weiteren Anstieg des Renteneintrittsalters geben. Und wir werden ein stabiles Rentenniveau in Deutschland garantieren“
(SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz)

Weiter ging der Streifzug durch Themenbereiche wie Arbeit und Mindestlohn, aber auch Klimaschutz und Kohleausstieg. Insgesamt fielen Begriffe wie Respekt oder Zusammenhalt deutlich häufiger, als Kritik gegen etwa die Union. Einzig beim künftigen Energiebedarf wird Scholz deutlich. Der sei vom Koalitionspartner unterschätzt worden.

Die Gerüchte um mögliche Finanzskandale und Koalitionen waren in Weiden so gut wie kein Thema. Die Fragen, die die Menschen in der Fragerunde beschäftigten, gingen in andere Richtungen: Etwa Therapieplätze, Afghanistan oder Haschisch-Legalisierung. Auch regionale Themen standen im Fokus; wie beispielsweise der ÖPNV.

Scholz appellierte in Weiden die Menschen auch dazu, sich impfen zu lassen. Und dazu hatten die Interessierten auch gleich die Gelegenheit: Denn anlässlich der nationalen Impfwoche bot die Praxis Dr. Loew direkt im Max-Reger-Park eine Impfung mit BionTech.

Insgesamt machte Olaf Scholz deutlich:

„Ein Aufbruch ist möglich für Deutschland und auch eine gute Zukunft und ich werde mich dafür einsetzen, dass das auch geschieht“.

Eins wird in Weiden spürbar: Die Genossen wittern Morgenluft. Von den aktuellen Umfragen beflügelt zeigte sich auch Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch. Es gebe ein gutes Gefühl, sagt er. Er betont aber auch, dass man konzentriert und demütig bleibe. Auch Scholz weiß: „Gewählt wird am 26. September“. Doch von der Stimmung vieler Genossen in Weiden und andernorts getragen fügt er zum Schluss noch an:

„Viele haben auch die Vorstellung, dass der nächste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ein Sozialdemokrat sein könnte. Und dass dieser Olaf Scholz heißt“.

(nh)