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Parkstein/Neustadt: SuedOstLink in der Diskussion

Der „SueOstLink“ elektrisiert seit Jahren. Viele Proteste schienen vergeben, als Netzbetreiber TenneT im Herbst 2016 mögliche Trassenverläufe vorgestellt hatte. Seitdem scheint gewiss: die umstrittene Trasse verläuft höchstwahrscheinlich durch die Oberpfalz. Doch untätig bleiben will man weiter nicht. Die betroffenen Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth, Hof, Schwandorf, Regensburg, sowie die Stadt Weiden, haben sich jüngst zu einem „SuedOstLink“-Ausschuss unter dem Dach des Bündnisses „Hamelner Erklärung“ zusammengeschlossen.

Neustadts Landrat Andreas Meier ist hierbei zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses gewählt worden. Die Trasse „nicht strikt bekämpfen, sondern konstruktiv begleiten“ ist dabei sein Tenor. Er hofft, mithilfe des Bündnisses eine verträgliche Lösung zu erreichen – Erdverkabelung inklusive.

Josef Langgärtner von der Bürgerinitiative „Landkreis Neustadt und Weiden sagt Nein zur Monstertrasse“ sieht das Engagement allerdings kritisch. Er möchte den SuedOstLink komplett verhindern. Vor allem die allgemeine Sinnhaftigkeit der Stromtrasse im Zuge der Energiewende stellt er Infrage – eine dezentrale Umsetzung der Energiewende hält er für sinnvoller. Er denkt, dass der SuedOstLink noch verhindert werden könnte. Mithilfe viel Protests aus der Bevölkerung.

Die Bürgerinitiative organisiert regelmäßig Veranstaltungen, um die Bürger zu informieren. Die nächste ist am 25. April um 19:30 Uhr in D`Wirtschaft in Altenstadt. (nh)