Rauchmelder retten Leben: Darum sind die Pieper Pflicht!

In Deutschland brennt es alltäglich. Hunderte Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Feuer oder Rauchgasvergiftung. Besonders tückisch sind nächtliche Brände: Im Schlaf nehmen wir Gerüche kaum war. Einige Atemzüge Rauch reichen aus, um das Bewusstsein zu verlieren. Dann kann jede Hilfe zu spät sein.

In welchen Räumen Rauchmelder Pflicht sind

Um die Menschen in Wohngebäuden frühzeitig zu warnen, sind Rauchmelder an den Decken von Fluren (Fluchtwege), Schlafräumen und Kinderzimmern gesetzlich vorgeschrieben. Im Arbeitszimmer, Keller und auf dem Dachboden ist zudem die Montage ratsam, aber nicht Pflicht. Das gilt für Mietwohnungen wie für Eigenheime. Für Küchen und Waschkeller existieren spezielle Hitzemelder, Rauchmelder würden hier wegen des Wasserdampfes in der Luft regelmäßig Fehlalarme auslösen. In Heizungsräumen und Garagen warnen Kohlenmonoxid-Melder vor dem tödlichen Gas.

Mehr Infos gibt’s im Elektrofachhandel sowie auf dem Infoportal „Rauchmelder Lebensretter“.

Gesetzeslage: Rauchmelder fast überall Pflicht

Rauchmelder sind in allen Bundesländern bei Neubauten verpflichtend. Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Saarland, Hessen und Hamburg waren die ersten Bundesländer, die zwischen 2003 und 2005 eine Rauchmelderpflicht einführten. Andere Bundländer folgten, zuletzt Berlin im Jahr 2017. In Sachsen gibt es für Bestandsbauten nach wie vor keine Nachrüstpflicht. In den restlichen 15 Bundesländern ist spätestens ab Ende 2020 die Installation in allen Wohngebäuden vorgeschrieben. Die Zuständigkeit liegt beim Eigentümer beziehungsweise Vermieter. Für die Wartung sind je nach Bundesland Mieter oder Vermieter verantwortlich. Details dazu stehen hier und in den jeweiligen Landesbauordnungen.

Rauchmelder mindestens einmal pro Jahr checken

Rauchmelder sind einfach zu installieren, sie lassen sich an der Decke anschrauben oder einfach ankleben. Die Batterie hält viele Jahre. Dennoch benötigen die Geräte Wartung.

Mindestens einmal jährlich sollte die Lüftungsschlitze von Staub befreit werden, um einen Rauchmelder-Fehlalarm zu verhindern. Zudem empfiehlt es sich, regelmäßig die Funktionstüchtigkeit zu checken. Rauchmelder haben dafür einen Testknopf. Wird dieser ein paar Sekunden lang gedrückt, sollte ein kurzer Signalton ertönen.

Moderne Rauchmelder melden per Signalton, wenn ein Austausch der Batterie ansteht. Geräte mit WLAN-Funktion schicken entsprechende Nachrichten sogar auf Smartphone oder Tablet. Natürlich lassen sich auch Wartungserinnerungen und vor allem Alarmmeldungen aufs Mobilgerät schicken. Dann können die Bewohner im Zweifelsfall aus der Ferne die Feuerwehr alarmieren.

(exb)

Titelbild: Fotolink: https://pixabay.com/de/photos/feuer-brand-wohnungsbrand-qualm-250734/