Regensburg: Geständnis im Mordprozess Maria Baumer – Angeklagter hat die Leiche vergraben

Stellungnahme der Verteidigung im Mordprozess Maria Baumer: Angeklagter Christian F. gibt zu, den Körper von Maria Baumer in einem Waldstück bei Bernhardswald vergraben zu haben.

Bei der heutigen Fortsetzung im Prozess um den Tod von Maria Baumer am Landgericht Regensburg hat die Verteidigung des Angeklagten Christian F. eine Stellungnahme abgegeben. Diese war laut Verteidiger Michael Euler bereits vor Wochen angekündigt worden. Im Rahmen der Stellungnahme gibt der Angeklagte zu, die tote Maria Baumer in dem Waldstück bei Bernhardswald vergraben zu haben.

Staatsanwalt beschreibt Stellungnahme als pietätlos

Dem Mordvorwurf der Staatsanwaltschaft widerspricht die Verteidigung in der Stellungnahme. So seien die Internetrecherchen nach Begriffen wie „Der perfekte Mord“ und „letale Dosis Insulin“ zum einen darauf zurückzuführen, dass der Angeklagte ein Fan von Kriminalromanen sowie -serien sei. Zum anderen hätte ihn der Suizid einer seiner Patienten im Bezirksklinikum durch Insulin beschäftigt, worauf hin er weitere Recherchen angestellt haben soll. Staatsanwalt Thomas Rauscher beschrieb die Stellungnahme sowie die Verunglimpfung Maria Baumers in Anwesenheit der Nebenklage -bestehend aus ihren Eltern sowie der Zwillingsschwester- als pietätlos. Die sogenannte „Märchenstunde“ der Verteidigung weise darüber hinaus erhebliche inhaltliche Mängel auf. Am 24. August soll die Verhandlung dann fortgesetzt werden.

An diesem nächsten Verhandlungstag soll es um die Sichtung der Sendung „Aktenzeichen XY“ gehen, in der der Angeklagte damals mit Maria Baumers Zwillingsschwester die Öffentlichkeit um Hinweise zum Verschwinden der Toten gebeten hat.

(awa)