Regensburg: Verteidigung geht nach Baumer-Urteil in Revision

Die zweite große Strafkammer hat den Verlobten der 2012 getöteten Maria Baumer gestern zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Die Verteidigung geht in Revision.

Die Leiche der im Mai 2012 getöteten Maria Baumer aus dem Landkreis Schwandorf ist im September 2013 in einem Wald gefunden worden. Vergraben von ihrem Verlobten, der sie nach ihrem Tod als vermisst gemeldet hat und sich öffentlich als der arme besorgte Freund präsentiert hat. Er galt zwar damals schon als verdächtig, kam in U-Haft, doch nachweisen ließ sich ihm nichts. Dann neue Ermittlungstechniken und eine neue Anklage.

Gestern ist der Prozess gegen ihn mit einem Schuldspruch geschlossen worden. Vorerst!

Denn die Verteidigung wird Revision gegen das Urteil einlegen. Das hat einer der drei Anwälte, Michael Haizmann aus Regensburg, gegenüber OTV bestätigt. Da die höchste der Höchststrafen ausgesprochen wurde, durch die eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen wäre, habe die Verteidigung „nun nichts mehr zu verlieren“, so Haizmann.

Wie gestern berichtet ist der 36-jährige Angeklagte zu Lebenslang wegen heimtückischen Mordes und aus niedrigen Beweggründen verurteilt worden. Zudem wurde die Schwere der Schuld festgestellt, so dass eine vorzeitige Haftentlassung nach üblicher Weise 15 Jahren ausgeschlossen ist.

(gb)