Regensburg/Flossenbürg: Kooperationsvertrag – neue Dimension der Erinnerungsarbeit

Kultusminister Bernd Sibler unterzeichnet gemeinsam mit dem Präsidenten der Universität Regensburg Prof. Dr. Udo Hebel, dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Dr. Jörg Skriebeleit und dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller Kooperationsvereinbarung.

Die Universität Regensburg und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg werden ab jetzt eng zusammenarbeiten. „Das eröffnet eine neue Dimension der Erinnerungsarbeit auf einer umfassenden wissenschaftlichen Grundlage!“, betonte Kultusminister und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Bernd Sibler heute in Flossenbürg.

Die Zusammenarbeit soll in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Bildung intensiviert werden. Neben gemeinsamen Forschungs-, Archiv- und Digitalisierungsprojekten soll die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg u.a. verstärkt in Studienangebote der Universität Regensburg eingebunden werden, bspw. als Veranstaltungsort wissenschaftlicher Seminare, Tagungen und Lehrerfortbildungen. Außerdem ist geplant, Akademiestrukturen zu etablieren und Programme für internationale Gaststudierende und Gastwissenschaftler zu entwickeln. Auch nationale und internationale Fellowship-Programme sollen realisiert werden.

Der Präsident der Universität Regensburg Prof Dr. Udo Hebel hob hervor: „Die Zusammenarbeit zwischen Universität und Gedenkstätte in Forschungs- und Lehrprojekten ist einzigartig in Deutschland. Ihre Weiterentwicklung und Intensivierung ist Ausdruck unserer erinnerungsbewussten und zukunftsorientierten Verantwortung in der Region, in der wissenschaftlichen Kooperation und in transnationalen Begegnungen über alle Grenzen hinweg.“

Die Kooperationsvereinbarung baut auf bereits bestehenden Kontakten zwischen der Universität Regensburg und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auf.
Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg bewahrt die Erinnerung an die rund 84.000 Männer und 16.000 Frauen aus über 30 Ländern, die zwischen 1938 und 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern inhaftiert waren. Vielfältige Bildungsangebote, wie Ausstellungen, Rundgänge oder Seminare ermöglichen am historischen Ort eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers und der nationalsozialistischen Vergangenheit.

Bild:

Bei der Unterzeichnung der Kooperation: Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten,  Kultusminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Udo Hebel und Gedenkstättenleiter Dr. Jörg Skriebeleit (v.l.n.r.) Foto: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

(sd)