Regensburg: Neue Erkenntnisse zum Schädelfund am Keilsteiner Hang

Tote Frau vom Keilsteiner Hang gibt weiter Rätsel auf

Die Identität der Frau ist weiterhin nicht geklärt, durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse erhofft sich die Kriminalpolizei Regensburg neue Hinweise. Das gezeichnete Gesicht soll das jener Frau sein, deren skelettierter Schädel am 09.02.2017 in einem Waldstück am Keilsteiner Hang in Regensburg gefunden wurde.

Trotz intensiver Suche konnten im Waldstück bis auf den knöchernen Schädel keine weiteren menschlichen Überreste gefunden werden.

Die Kriminalpolizei Regensburg hat nun in Zusammenarbeit mit der Rechtsmedizin München und der Freien Universität Amsterdam, basierend auf den aufgefundenen knöchernen Schädel eine Weichteilrekonstruktion und eine isotopische Begutachtung veranlasst. Dabei wird zum einen aufgezeigt, wie die Person kurz vor Ihrem Ableben ausgesehen haben müsste, zum anderen wird der vermutliche Lebensraum in verschiedenen Lebensabschnitten eingegrenzt.

So sind neue Aussagen zur Person sowie eine bildliche Darstellung der Unbekannten entstanden. Dadurch erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise zur Identität der Frau. (ms)
 
Gemäß der Begutachtung dürfte es sich bei der bisher unbekannten Person:
– um eine Frau handeln,
– die vermutlich zwischen 1942 und 1944 geboren wurde,
– die vermutlich zwischen 1963 und 1968 gestorben ist,
– ihre Kindheit im Raum Tschechien / Böhmischen oder Bayerischen Wald verbrachte,
– die zuletzt einige Jahre im Großraum Regensburg lebte;

Die Beispielbilder, die das mögliche Aussehen der Frau vor Ihrem Ableben darstellen, sind absichtlich ohne Haupthaar gestaltet. Ferner liegen keine Anhaltspunkte auf die Statur der Unbekannten vor, so dass das dargestellte Gesicht durchaus fülliger oder dünner ausgefallen sein kann. Insbesondere das Verhältnis der Augen – Nase – Mundparite ist in der Regel jedoch aussagekräftig. Auffällig ist insbesondere die markante Nase.

Die Kriminalpolizei Regensburg fragt nun, wer kann Angaben zu der bislang Unbekannten machen? Wer erinnert sich an eine damals etwa 20-30 Jahre alte Frau, die seit den Jahren 1963 – 1968 nicht mehr gesehen wurde? Wer kennt die Unbekannte oder kann sonst sachdienliche Angaben machen? Unter der Rufnummer 0941/506-2888 nimmt die Kriminalpolizei Regensburg die Hinweise entgegen.