Oberpfalz TV

Regensburg: Oberpfalz so sicher wie nie

Die Oberpfalz ist so sicher wie noch nie! Das geht aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2017 hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Demnach wurden im vergangenen Jahr 44.374 Gesamtstraftaten begangen – so wenige wie noch nie. Auch die höchste Aufklärungsquote im Langzeitvergleich macht deutlich, dass es sich in der Oberpfalz sicher leben lässt. Doch auch eine andere Zahl ist auf ein Rekordniveau gestiegen. Denn 2017 wurden die Polizeibeamten insgesamt 140.911 Einsätzen gerufen. (ms)

Hier die einzelnen Zahlen im Überblick:

Gesamtzahlen:

Auf historisch niedrigem Stand hat sich die Zahl der Gesamtstraftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht eingependelt und zeigt das niedrigste Niveau der vergangenen zehn Jahre. Mit 907 registrierten Fällen weniger liegen die Gesamtstraftaten nun bei 44.374, was einen zweiprozentigen Rückgang darstellt.

Mit Verstößen nach dem Aufenthaltsrecht, wurden im Jahr 2017 46.856 Straftaten registriert. Dies stellt einen Rückgang um 5.138 Taten oder 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar und spiegelt im Wesentlichen den Rückgang bei der Zuwanderung wider.

Aufklärungsquote:

Mit 67 Prozent an geklärten Fällen gelang bei der Aufklärungsquote der höchste Wert in den vergangenen zehn Jahren, bei Straftaten ohne Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht. Damit liegt die Aufklärungsquote um 2,6 Prozentpunkte über dem bayernweiten Ergebnis.

Nimmt man die Verstöße nach dem Aufenthaltsrecht mit in die Betrachtung hinein, liegt die Aufklärungsquote in der Oberpfalz geringfügig verändert bei 68,7 Prozent und damit um 1,9 Prozentpunkte über dem gesamtbayerischen Ergebnis.

Häufigkeitszahl:

Der Indikator, der es ermöglicht, Städte und Gemeinden mit unterschiedlichen Einwohnerzahlen statistisch vergleichbar zu machen, ist die Häufigkeitszahl. Sie beschreibt die bekannt gewordenen Fälle errechnet auf 100.000 Einwohner.

Die Oberpfalz ist demnach unverändert der drittsicherste Bezirk in Bayern mit einer Häufigkeitszahl von 4.040. Der bayernweite Index liegt demgegenüber bei 4.533 Punkten.

Betrachtung einzelner Deliktsbereiche:

Diebstahlskriminalität:

Die Diebstahlskriminalität, der größte Einzeldeliktsbereich, weist mit einem Rückgang um 5,2 Prozent oder einem Minus von 723 Taten den niedrigsten Stand mit 13.234 Fälle im Langzeitvergleich aus.

Der gravierendste und sehr erfreuliche Rückgang ist bei den Wohnungseinbrüchen mit einem Minus von 238 Delikten zu verzeichnen. Ebenfalls maßgeblich rückläufig sind Fahrraddiebstähle mit einem Rückgang um 169 Taten, auf nunmehr 1819 Fälle.

Einbrüche in Wohnhäuser:

Die Kriminalstatistik weist für das Jahr 2017 einen Rückgang um 238 Taten auf nunmehr 392 Einbrüche in Wohnhäuser aus. Statistisch gesehen ist das eine Verbesserung um 37,8 Prozent und damit der vergleichsweise stärkste Rückgang aller Regierungsbezirke. In 171 Fällen oder 44 Prozent handelt es sich um Versuche und die Täter blieben ohne Beute.

Mit diesem Ergebnis gelang eine eindrucksvolle Trendwende nach neun Jahren mit steigenden Einbruchszahlen.

Neben den personal- und zeitintensiven polizeilichen Maßnahmen könnten sich auch die verschärften strafrechtlichen Vorschriften, der einschlägige § 244 StGB stellt nun einen Verbrechenstatbestand dar, abschreckend und damit positiv für die Statistik ausgewirkt haben.

Bei der Bekämpfung der Einbrüche in Wohnungen setzt die Oberpfälzer Polizei weiterhin auf intensive Kontrolltätigkeit und die Unterstützung durch die Bevölkerung.

Zeitnahe Informationen zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen stellen regelmäßig wichtige Ausgangspunkte für erfolgreiche Ermittlungen dar.