Regensburg: Mordprozess Maria Baumer auf der Zielgeraden – Plädoyers haben begonnen

Im Mordprozess Maria Baumer wurde heute Vormittag mit dem psychiatrischen Gutachten über den Angeklagten Christian F. der Schlusspunkt vor der Schließung der Beweisaufnahme gesetzt.

Das Fazit in Kurzform: Der Angeklagte ist voll schuldfähig, er hat ein gutes sprachliches Ausdrucksvermögen und gute kognitive Leistungen. Hinweise auf schwere psychiatrische Beeinträchtigungen gibt es nicht. In fast zwei einhalb Stunden wurde der Charakter des Angeklagten aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Oberstaatsanwalt plädiert auf Mord
Oberstaatsanwalt Thomas Rauscher startete dann um kurz nach 12 Uhr mit den Plädoyers. Er plädierte auf Mord, sah die besondere Schwere der Schuld und war der Meinung, dass dem Angeklagten keine Chance auf Bewährung eingeräumt werden solle. Christian F. habe Maria Baumer heimtückisch ermordet, indem er ihr eine Überdosis an Medikamenten verabreicht hatte. Sein Ziel sei gewesen, mit ihrem Tod den Weg frei für eine neue Frau zu machen.

Die Vertreterin der Nebenklage, Ricarda Lang, schloss sich den Ausführungen des Oberstaatsanwalts an. Sie wünsche sich für ihre Mandanten, dass der Mord gesühnt wird.

Urteil in einer Woche erwartet
Die Verteidigung plädierte zum Schluss auf Freispruch. Verteidiger Michael Euler widersprach allen Punkten, die von der Staatsanwaltschaft im Plädoyer dargelegt worden waren. Das Urteil wird es nach jetzigem Stand der Dinge am Dienstag kommender Woche geben.

(tb)