Regensburg: Vierter Verhandlungstag im Mordprozess Maria Baumer

Am 4. Verhandlungstag im Mordprozess Maria Baumer am Landgericht Regensburg wurden heute 2 Sachverständige für Chemie und Toxikologie befragt. Es galt zu klären, ob Maria Baumer durch das Einflößen von Medikamenten in tödlicher Dosis zu Tode gekommen ist. Dabei kommt es auch auf die Konzentration dieser Stoffe an, unter deren Wirkung sie zum Zeitpunkt ihres Todes gestanden hat.

Für Verteidiger Johannes Büttner hat der heutige Verhandlungstag diesbezüglich nichts Erhellendes gebracht. Schwierig für die Sachverständigen ist die Tatsache, dass die Leiche von Maria Baumer gut 16 Monate in einem Waldstück im Landkreis Regensburg vergraben war. Die Stoffe seien den Witterungseinflüssen ausgesetzt gewesen, sodass es für die Toxikologen schwer gewesen sei, gewisse Konzentrationen nach so langer Zeit nachzuweisen.

Eines wurde aber auch heute noch einmal gesagt: Nur aufgrund neuester Techniken ist es zu verdanken, dass Christian F. erneut festgenommen worden war. Die Techniken, Stoffe nachzuweisen, hätten sich enorm verbessert. Nur deshalb konnten übrigens die Stoffe Lorazepam und Tramadol in den sterblichen Überresten von Maria Baumer nachgewiesen werden. Nach genau diesen Stoffen hatte der Angeklagte vor der Tat gegoogelt mit dem Zusatz „Tödliche Dosis“.
Der Prozess wird am morgigen Donnerstag fortgesetzt.
(tb)