Regensburg/Vohenstrauß: Versuchter Mord an einem Mörder

Ein spektakulärer Prozess hat heute am Landgericht in Regensburg begonnen. Dabei soll ein bereits verurteilter Mörder versucht haben, einen ebenso verurteilten Mörder zu töten – den sogenannten „Stalking-Mörder“ aus Vohenstrauß.

Der Angeklagte selbst ist in der Straubinger Forensik inhaftiert, weil er zwei Kinder ermordet hat. 2006 wurde er zu lebenslänglicher Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Im Bezirkskrankenhaus in Straubing lernte er auch dann sein Opfer kennen, einen 28-jährigen Hessen.

Der wurde 2012 vom Landgericht Weiden wegen Mordes an einer jungen Frau zu 13 Jahren Haft und anschließender Unterbringung verurteilt. Er hatte die Vohenstraußerin über Wochen verfolgt und schließlich erstochen.

Im aktuellen Fall wird dem zweifachen Mörder vorgeworfen, er habe seinen Mitpatienten mit einem Hammer erschlagen wollen – um sich dabei sexuell zu erregen. Es sei beim Versuch geblieben, weil das Opfer derart laut schrie, dass ein weiterer Patient den Raum betrat. Der Geschädigte wurde am Kopf verletzt und brach sich die Hand.

Der Vorfall liegt mehr als zwei Jahre zurück. Das Urteil wird am 20. März erwartet.

(bg/eg)